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Stadt Delmenhorst
Von der Großindustrie zum Mittelstand
Die Stadt Delmenhorst hat sich in den vergangenen Jahren von einer führenden Industriestadt in ein Handels- und Dienstleistungszentrum entwickelt. Seit 1980 hat die Stadt über die Hälfte ihrer industriellen Arbeitsplätze verloren, da vorwiegend konventionelle, vom Strukturwandel besonders betroffene Industriebranchen angesiedelt waren.
Die Großindustrie wurde seither immer mehr durch mittelständische Betriebe abgelöst. Handel und Dienstleistungen haben zunehmend an Bedeutung gewonnen und prägen heute die Wirtschaftsstruktur. Das Gros der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist mittlerweile in diesen Sektoren tätig.
Auch wenn die Industrie als Arbeitgeber an Bedeutung verloren hat, erwirtschaftet sie den zweithöchsten steuerbaren Umsatz aller Branchen in der Stadt. Schwerpunkte der heutigen industriellen Fertigung sind der Maschinenbau, die Linoleumproduktion und das Ernährungsgewerbe.
Wirtschaftsentwicklung 2011: Industrieumsatz kräftig gestiegen
Der Industrieumsatz ist 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um neun Prozent gestiegen. Das Umsatzvolumen in Delmenhorst betrug rund 533 Millionen Euro und damit etwa 44 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.
Getragen wurde der Zuwachs hauptsächlich von der Inlandsnachfrage, die rund 90 Prozent des Umsatzzuwachses ausmachte. Das Auslandsgeschäft stieg um fast fünf Prozent auf 105 Millionen Euro. Die Exportquote fiel geringfügig auf 19,7 Prozent (Vorjahreszeitraum 20,6 Prozent).
In der Druck und Papierindustrie erhöhte sich der Umsatz um 30 bis 50 Prozent. Der Maschinenbau berichtete ebenso wie die Unternehmen der Metallbearbeitung und Metallerzeugung über einen Erlöszuwachs von 10 bis 30 Prozent.
Die Zahl der Industriebeschäftigten erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr mit über drei Prozent recht deutlich: Im Jahresdurchschnitt waren rund 2000 Mitarbeiter in den 14 Industriebetrieben mit 50 und mehr Beschäftigten tätig.
Die Zahl der Arbeitslosen nahm 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 200 Personen ab. Die Arbeitslosenquote betrug 10,1 Prozent (Vorjahr: 10,5 Prozent). Das war allerdings die zweithöchste Quote im IHK-Bezirk.

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