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Landkreis Wesermarsch
Großindustrie prägt regionales Wachstum
Wenige große, aber bedeutende Industriebetriebe prägen das Wirtschaftsbild des Landkreises Wesermarsch. Trotz eines Beschäftigungsrückgangs in den vergangenen Jahren ist immer noch ein hoher Anteil der Beschäftigten in der Industrie tätig. Auch der Beitrag des Verarbeitenden Gewerbes zum Wirtschaftswachstum ist nicht unerheblich.
Der mit Abstand größte Industriezweig ist der Luftfahrzeugbau. Des Weiteren sind Elektroindustrie, der Metallbau sowie der Schiffbau von Bedeutung. Die gewerblichen Zentren sind Nordenham, Brake und Elsfleth, die durch ihre Lage am seetiefen Fahrwasser der Unterweser von der Industrialisierung profitiert haben. Sie sind zu bevorzugten Standorten hafengebundener und außenhandelsorientierter Betriebe geworden.
Durch den bedeutenden Anteil der Investitionsgüterindustrie ist die Abhängigkeit von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung besonders hoch. Verschärft wird die Situation dadurch, dass nur wenige der ansässigen Unternehmen über die Hälfte aller Arbeitnehmer in der Wesermarsch beschäftigen. Ein ausgeglichener Branchenmix, der konjunkturelle Schwächen abfedern könnte, fehlt noch.
Als neues Zukunftsfeld entwickelt sich die Offshore-Technologie. Durch den günstigen Standort an der Unterweser haben sich mittlerweile viele Firmen als Zulieferer für Windkrafträder etabliert. In Nordenham werden ab 2013 Betonpfeiler für die Offshore-Windparks hergestellt. Über 300 neue Arbeitsplätze entstehen.
Wirtschaftsentwicklung 2011: Hohes Exportwachstum
Den höchsten Exportzuwachs im IHK-Bezirk verzeichneten die Industrieunternehmen im Landkreis Wesermarsch. 2011 stieg das Auslandsvolumen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 34 Prozent auf eine Milliarde Euro. Trotz des enormen Anstiegs ist das Vorkrisenvolumen des Jahres 2008 (1,2 Milliarden Euro) damit noch nicht erreicht. Dies gilt auch für die Exportquote: 2011 betrug sie fast 40 Prozent, 2008 immerhin 53 Prozent. Insgesamt stieg das Umsatzvolumen der Industrie um acht Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.
Ein deutliches Umsatzplus erzielte die Kunststoffindustrie. Die Erlöse stiegen hier um 10 bis 30 Prozent. In gleicher Höhe meldete das Ernährungsgewerbe einen Umsatzzuwachs. Im Bereich Metallbau und -erzeugung stiegen die Erlöse um bis zu 10 Prozent.
Die Industriebeschäftigung nahm mit 2,4 Prozent kräftig ab. Im Jahresdurchschnitt waren rund 8100 Personen in der Industrie beschäftigt. Der Arbeitsmarkt entwickelte sich dennoch positiv. Die Zahl der Arbeitslosen fiel um acht Prozent auf 3358 Arbeitslose deutlich. Das sind rund 300 Arbeitslose weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Arbeitslosenquote sank von acht Prozent im Jahr 2010 auf 7,4 Prozent.

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