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Landkreis Vechta

Breites Spektrum an Industriebranchen

Der Landkreis Vechta hat in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte wirtschaftliche Entwicklung erlebt. Ausschlaggebend hierfür waren das hohe Bevölkerungswachstum, das Engagement der überwiegend mittelständisch geprägten Unternehmen sowie die günstige Verkehrslage zwischen Hamburg und den Verbraucherzentren an Rhein und Ruhr, die über die A1 erreicht werden können.

Als ein Zentrum der Großbestandstierhaltung in Deutschland und Europa ist der Landkreis ein Hauptlieferant tierischer Veredelungsprodukte. Die Landwirtschaft hat demzufolge eine nach wie vor große Bedeutung.
Die industrielle Branchenstruktur bietet ein breit gefächertes Bild, angefangen bei den Betrieben zur Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Produkte. Zweitgrößte Branche ist die Kunststoff- und Gummiverarbeitung, die vornehmlich im Raum Lohne angesiedelt ist. Es folgt der Maschinenbau in den Bereichen Landmaschinen und Maschinen zur Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten.

Dagegen ist der Dienstleistungssektor an der Bruttowertschöpfung und an der Gesamtbeschäftigung deutlich unterrepräsentiert. In der Sparte der unternehmensbezogen Dienstleistungen sind allerdings in den vergangenen Jahren viele neue Arbeitsplätze entstanden.

Wirtschaftsentwicklung 2011: Industrieumsatz gestiegen

Das Umsatzvolumen der Industriebetriebe ab 50 Beschäf-tigten im Landkreis Vechta stieg 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um über zwölf Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Zum Umsatzplus hat das Exportgeschäft beigetragen. Die Auslandserlöse nahmen um 20 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zu. Der Anteil des Exports am Gesamtumsatz stieg auf 23,2 Prozent (Vorjahr: 21,2 Prozent).

Alle großen Branchen konnten Umsatzzuwächse erzielen. So verzeichnete der Maschinenbau ein Umsatzplus zwischen 30 und 50 Prozent, die Kunststoffindustrie einen Zuwachs von 10 bis 30 Prozent und das Ernährungsgewerbe ein Plus von bis zu 10 Prozent.

In der Bauindustrie stiegen die  Erlöse um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.  Der Hochbau meldete einen Umsatzzuwachs von 33 Prozent, der Tiefbau ein Plus von 25 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten stieg um sechs Prozent auf über 1000 Beschäftigte.

In den 82 Industrieunternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern nahm die Zahl der Beschäftigten mit sechs Prozent auf über 15300 Personen deutlich zu. Die Industriedichte, d. h. Beschäftigte in der Industrie je 1000 der Wohnbevölkerung, stieg damit auf den Rekordwert von 113,1. Die Arbeitslosenquote sank von 4,0 Prozent im Vorjahr auf 3,7 Prozent. Das war die niedrigste Quote im IHK-Bezirk.

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