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Landkreis Ammerland
Tourismus und Industrie als Wachstumstreiber
Die wirtschaftliche Entwicklung verlief in den letzten Jahren äußerst günstig. Das Bruttoinlandsprodukt nahm im Vergleich zum IHK-Bezirk überdurchschnittlich zu. Insbesondere der Tourismus spielt im Ammerland mit über 700.000 Übernachtungen eine wichtige Rolle. Hier ist in erster Linie Bad Zwischenahn mit seinen Kuranlagen und Wellnesseinrichtungen zu nennen. Der Gesundheitstourismus wird in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen und dem Landkreis weitere Chancen bieten.
Ein weiterer Wachstumstreiber ist die Industrie, deren Bruttowertschöpfung deutlich gestiegen ist. Vertreten sind im Landkreis vor allem Ernährungsgewerbe und Maschinenbauunternehmen. Die unternehmensnahen Dienstleistungen sind im Vergleich zum Oldenburger Land unterdurchschnittlich repräsentiert, konnten aber in den vergangenen Jahren deutliche Beschäftigungs- und Wertschöpfungszuwächse erzielen
Wirtschaftsentwicklung 2011: Erlöse deutlich gestiegen
Der Umsatz der Industrieunternehmen ab 50 Beschäftigten im Ammerland hat sich 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum merklich erhöht. Die Erlöse nahmen um zwölf Prozent auf über 2,1 Milliarden Euro zu.
Insbesondere das Exportgeschäft florierte. Das Plus betrug hier 17 Prozent und trug zu einem Drittel zum Umsatzwachstum bei. Insgesamt wurden 453 Millionen Euro im Ausland erwirtschaftet. Die Exportquote stieg auf 21 Pro-zent (Vorjahr: 20 Prozent).
In der Kunststoffindustrie sowie im Ernährungsgewerbe erhöhte sich der Umsatz um 10 bis 30 Prozent. Den höchsten Erlöszuwachs gab es im Maschinenbau mit über 50 Prozent.
Der Umsatz in der Bauindustrie nahm um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Hoch- und Tiefbau meldeten Zuwächse von 17 bzw. 22 Prozent. Die Beschäftigung in dieser Branche stieg mit über elf Prozent auf über 1300 Personen recht kräftig.
In der Industrie erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur kaum (plus 0,3 Pro-zent auf 5157 Personen).
Im Ammerland gab es mit 8,5 Prozent einen hohen Rückgang an arbeitslos gemeldeten Personen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Arbeitslosenquote sank 2011 auf 4,9 Prozent (Vorjahreszeitraum: 5,4 Prozent).

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