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Regionalreports

Die Regionalreports geben Auskunft über die langfristige wirtschaftliche Entwicklung und berichten über die aktuelle konjunkturelle Lage.

IHK-Bezirk Städte Landkreise
Delmenhorst Ammerland
Oldenburg Cloppenburg
Wilhelmshaven Friesland
Oldenburg
Vechta
Wesermarsch

 

 

 

 

 

 

Zahlen zur Region: Jahresbericht 2008/2009


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Das Oldenburger Land: Mittelstand und Großunternehmen - ein leistungsstarker Mix

Vorwiegend kleine und mittlere Familienbetriebe prägen die Wirtschaft im Oldenburger Land. Sie stellen das Gros der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Daneben existieren renommierte Großbetriebe und bekannte Markenherstellern, aus den Branchen Maschinenbau, Ernährungsgewerbe, Chemische Industrie und Schiffbau.

Die Wirtschaftsstruktur unterscheidet sich erheblich vom Bundesdurchschnitt. Ursache ist der immer noch relativ hohe Anteil der Land- und Forstwirtschaft an der Wirtschaftsleistung. Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Rohstofflieferant für die heimische Ernährungsindustrie. Beide Bereiche sind eng miteinander verflochten.

Die Ernährungsindustrie erwirtschaftet rund 40 Prozent des Industrieumsatzes im IHK-Bezirk und ist damit der bedeutendste Wirtschaftszweig. Es folgen Luftfahrt- und Schiffbau, Maschinenbau sowie Kunststoffindustrie. Das Umsatzvolumen der Industrieunternehmen ab 50 Beschäftigte beträgt über 17 Milliarden Euro.

In den letzten Jahren hat der Außenhandel stark zugenommen. Betrug die Exportquote 1996 lediglich 17 Prozent, waren es Ende 2008 über 38 Prozent. Durch die Wirtschaftskrise fiel der Exportanteil im Jahr 2009 auf rund 29 Prozent.

Den höchsten Anteil an der Bruttowertschöpfung und an der Beschäftigung erzielen die Dienstleistungsunternehmen. Vor allem die unternehmensnahen Dienstleister, also IT-Dienste, Unternehmensberater, Zeitarbeitsfirmen, Wach- und Sicherheitsdienste sowie Logistikunternehmen etc. waren in den letzten Jahren der Beschäftigungsmotor im Oldenburger Land.

Die gute Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zeigt sich in erfolgreichen An-Instituten der Universität Oldenburg sowie der Fachhochschule: Als Beispiele können das Informatikinstitut OFFIS, das Kompetenzzentrum Hörtech sowie das Institut für Rohrleitungsbau und Photogrammetrie genannt werden. Das Institut für Innovationstransfer an der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven hat sich über Jahre als Bindeglied zwischen Unternehmen und Hochschullehren bei der Abwicklung von Projekten erwiesen.

Neben Hamburg und Bremen entsteht mit dem JadeWeserPort in Wilhelmshaven ein dritter Containerterminal in Deutschland. Voraussichtlich ab 2011 können voll beladene Großcontainerschiffe mit mehr als 12.000 Standard-Containern TEU in Wilhelmshaven tidenunabhängig abgefertigt werden. Die Region bekommt mit dem JadeWeserPort Zugang zum Wachstumsmarkt Logistik.

Wirtschaftsentwicklung 2009: Regionale Wirtschaft vom Abschwung nicht verschont
Die Unternehmen im Oldenburger Land blieben von der Krise nicht verschont. Der Abschwung kam über das Ausland in unsere Region. Unser IHK-Konjunkturklimaindex, das Stimmungsbarometer der regionalen Wirtschaft, fiel im ersten Quartal 2009 auf 73 Punkte (von 200 möglichen Punkten). Ab Jahresmitte zeichnete sich immerhin eine vorsichtige Erholung ab, die sich im Laufe des Jahres verstärkte. Im vierten Quartal lag der Klimaindex bei 96 Punkten und damit um 11 Punkte höher als der Vorjahreswert. Die Konjunkturrisiken sind indes noch nicht ausgestanden.

Industrieumsatz deutlich gefallen
Der Industrieumsatz im Oldenburger Land nahm 2009 um 13,8 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro ab. Der Export verringerte sich um 36,9 Prozent auf 5 Milliarden Euro. Die Exportquote, also der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz, fiel auf 28,3 Prozent (Vorjahr 38,7 Prozent).

Regional am stärksten betroffen vom Umsatzrückgang war die Industrie in der Stadt Wilhelmshaven. Infolge der Wirtschaftskrise nahm die Nachfrage nach Rohöl deutlich ab. So fiel der Rohölumschlag im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent. Auch die Industrie im Landkreis Oldenburg verzeichnete ein hohes Umsatzminus.

Maschinenbau besonders betroffen
Der Maschinenbau in der Region war vom Umsatzrückgang besonders betroffen. In den vergangenen Jahren hatten insbesondere die Hersteller von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten ihre Auslandsaktivitäten verstärkt und sowohl von der EU-Osterweiterung als auch von der Nachfrage der GUS-Staaten profitiert. Wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise brachen die Aufträge aus diesen Regionen weg.

Einen deutlichen Erlösrückgang musste ebenfalls die Automobilindustrie hinnehmen. Hier prägten neben konjunkturellen Einflüssen auch Überkapazi-täten den Markt. Regional betroffen waren die Hersteller von Kfz-Teilen, vor allem aber Zulieferer aus Metall- und Elektroindust-rie.

Neben der Industrie waren auch das Transport- und Logistikgewerbe sowie Teile des Großhandels vom Konjunkturabschwung betroffen. Die Bauindustrie hat das Jahr mit nur einem geringen Umsatzminus abgeschlossen.

Wirtschaftsstruktur mildert Abschwung
Die Krise war im Oldenburger Land weniger stark ausgeprägt als in anderen Regionen. Dies ist unter anderem auf die starke Stellung der konsumnahen Branchen zurückzuführen – allen voran das Ernährungsgewerbe mit seinen vor- und nachgelagerten Bereichen. Da der Umsatz auf Vorjahresniveau gehalten werden konnte, trug diese Branche zur Stabilisierung der Region bei. Auch die im Landesvergleich geringere Exportabhängigkeit half dabei, den Umsatzrückgang in der Region abzufedern.

Erstaunlich robust zeigte sich der Einzelhandel. Der anfangs befürchtete Konsumrückgang fand nicht statt. Im Dienstleistungsbereich blieb vor allem der IT-Sektor stabil. Viele Unternehmen nutzten die Chance, ihre Betriebsabläufe weiter zu optimieren, was in Phasen des Aufschwungs oft zu kurz kommt.

Arbeitsmarkt robust
Krisenfest zeigte sich der regionale Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote und die Zahl der Arbeitslosen blieben im Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant, während beide Kennziffern auf Landes- und vor allem auf Bundesebene anstiegen. Kurzarbeit und Arbeitszeitkonten ermöglichten es vielen Unternehmen im IHK-Bezirk, ihren Beschäftigungsstand zu halten. Die Kurzarbeit erreichte im März 2009 mit rund 10.000 betroffenen Personen ihren Höchststand. Zum Ende des Jahres waren circa 5.700 Beschäftigte in Kurzarbeit.


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Stadt Delmenhorst: Von der Großindustrie zum Mittelstandkarte_stadt_delmenhorst.jpg

Ihre Stellung als ein führendes gewerbliches Zentrum im Oldenburger Land hat die Stadt Delmenhorst einbüßen müssen. Seit 1980 hat sie über die Hälfte ihrer industriellen Arbeitsplätze verloren, da vorwiegend konventionelle, vom Strukturwandel besonders betroffene Industriebranchen angesiedelt waren.

In den letzten Jahren hat sich ein Wandel in der gewerblichen Wirtschaft vollzogen. Die Großindustrie wird immer mehr durch mittelständische Betriebe abgelöst. Handel und Dienstleistungen gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Der Dienstleistungssektor hat den Arbeitsplatzabbau nicht vollständig auffangen können. Die heutige Wirtschaftstruktur ist vom Dienstleistungsgewerbe geprägt. Rund jedes zweite Unternehmen ist diesem Sektor zuzurechnen und rund 70 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind im Dienstleistungssektor und Handel tätig.

Das Produzierende Gewerbe stellt rund 12 Prozent der Unternehmen mit rund 22 Prozent der Beschäftigten. Auch wenn die Industrie als Arbeitgeber an Bedeutung verloren hat, so erwirtschaftet sie immer noch mit den höchsten steuerbaren Umsatz. Schwerpunkte der heutigen industriellen Fertigung sind der Maschinenbau, die Linoleumproduktion und das Ernährungsgewerbe.

Wirtschaftsentwicklung 2009: Industrieumsatz gesunken

Der Industrieumsatz ist im Jahr 2009 im Vergleich zu 2008 um 12,3 Prozent gefallen. Das Umsatzvolumen in Delmenhorst be-trug rund 509 Mio. Euro, rund 70 Millionen Euro weniger als im Vorjahr.

Insbesondere das Auslandsgeschäft hat im Vergleich zum Vorjahr nachgelassen. Der Exportumsatz sank um 24,4 Prozent. Damit ist der Export fast für die Hälfte des gesamten Umsatzrückganges in der Industrie verantwortlich. Rund 108 Mio. Euro Umsatz wurden im Ausland getätigt. Die Exportquote betrug 21,2 Prozent (Vorjahr 24,6 Prozent).

Zurückzuführen ist das Umsatzminus auf den Maschinenbau, dessen Erlöse zwischen 30 und 50 Prozent gefallen sind. Auch die Textil- und Bekleidungsindustrie blieb von der Krise nicht verschont und verzeichnete Umsatzrückgänge von über 50 Prozent. In der Holz-, Druck- und Pa-pierindustrie fiel der Erlös um 10 bis 30 Prozent.

Die Zahl der Industriebeschäf-tigten reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich (-7,5 Prozent). Damit sind in
den 16 Industriebetrieben mit 50 und mehr Beschäftigten rund 2.250 Mitarbeiter tätig.

Die Arbeitslosenquote stieg 2009 im Vergleich zu 2008 von 10,2 Prozent auf 10,7 Prozent an. Das war die zweithöchste Quote im IHK-Bezirk. Die Zahl der Arbeitslosen nahm um rund 200 Personen zu.

 

 



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Stadt Oldenburg: Oberzentrum des Oldenburger Landes

karte_stadt_oldenburg.jpgDie Stadt Oldenburg ist das Oberzentrum des Oldenburger Landes und zeichnet sich vor allem als Einkaufs-, Verwaltungs- und Hochschulstadt aus. Geprägt wird die Wirtschaftsstruktur vom Dienstleistungsgewerbe und vom Handel. Diese Branchen stellen rund 88 Prozent der Arbeitsplätze. 

Besonders dynamisch haben sich die unternehmensnahen Dienstleistungen entwickelt. Hier sind seit 1999 über 3.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Die Bruttowertschöpfung nahm von 1997 bis 2007 um über 32 Prozent zu. 2003 wurde das Technologie- und Gründerzentrum (TGO) in der Nähe der Universität gegründet. Seitdem sind dort mehr als 200 überwiegend hochqualifizierte Arbeitsplätze entstanden.

Der Handel hat mit dieser dynamischen Entwicklung nicht mithalten können. Während die Zahl der Arbeitsplätze in den vergangenen zehn Jahren rückläufig war, nahm die Bruttowertschöpfung in diesem Wirtschaftszweig immerhin um 21 Prozent zu.

Die Industrie hat in Oldenburg keine herausragende Bedeutung. 2009 waren rund 5.300 Personen in der Industrie tätig. Die Zahl der Arbeitsplätze hat sich seit 1998 damit mehr als halbiert. Dass die Bruttowertschöpfung der Industrie dennoch zugenommen hat, liegt an den hohen Produktivitätssteigerungen der vergangenen Jahre. Wichtige Industriezweige sind das Papier-, Druck- und Verlagsgewerbe, die Elektroindustrie sowie der Fahrzeugbau und die chemische Industrie.

Wirtschaftsentwicklung 2009: Exportumsatz stark gefallen

Der Auslandsumsatz der Oldenburger Industrieunternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern ist im Jahr 2009 gegenüber 2008 um 25,7 Prozent auf rund 164 Millionen Euro gesunken. Rund die Hälfte des Umsatzrückgangs in der Industrie ist damit auf das Exportgeschäft zurückzuführen. Die Exportquote fiel auf 23,7 Prozent (Vorjahr 27,6 Prozent). Insgesamt nahm der Industrieumsatz um rund 13,5 Prozent auf 693 Millionen Euro ab (2008: 801 Millionen Euro).

Betroffen waren in erster Linie die Automobilbranche und deren Zulieferer. Bei den Kfz-Teile-Herstellern sowie in der Kunst-stoff- und chemischen Industrie sanken die Erlöse zwischen 10 und 30 Prozent. In der Elektroindustrie betrug das Umsatzminus zwischen 30 und 50 Prozent.

Das Baugewerbe konnte auch mit Hilfe staatlicher Konjunkturprogramme ein Umsatzplus von 2,2 Prozent erzielen. Hiervon profitierten in erster Linie die Hochbau-Unternehmen. Sie erzielten ein Erlösplus von 49,1 Prozent. Im Tiefbau gab es hingegen mit 10,6 Prozent ein deutliches Umsatzminus.

Die Beschäftigung im Bau stieg um sechs Prozent. Die Zahl der Industriebeschäftigten nahm dagegen um 7,4 Prozent auf rund 3.400 Personen kräftig ab. Der Arbeitsmarkt entwickelte sich dennoch positiv. Die Arbeitslosenquote sank 2009 von 9,7 Prozent auf 9,4 Prozent.


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Stadt Wilhelmshaven: Chance JadeWeserPort

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Wilhelmshaven verfügt nach Hamburg über den der zweitgrößten deutschen Seehafen. Der weitaus größte Teil des Hafenumschlags besteht aus Erdöllieferungen. Vor diesem Hintergrund spielt die chemische Industrie eine bedeutsame Rolle.

Die wirtschaftliche Entwicklung verlief allerdings in den letzten Jahren unterdurchschnittlich. Wilhelmshaven musste als großer Marinestützpunkt Anfang und Ende der 90er Jahre deutlich Personal abbauen. Insgesamt nahm in der öffentlichen Verwaltung die Zahl der Arbeitsplätze deutlich ab. Der Abzug der Soldaten und die damit verbundene Streichung von zivilen Arbeitsplätzen entzogen der Stadt massiv Kaufkraft.

Ein weiterer Grund für die unterdurchschnittliche wirtschaftliche Entwicklung ist die im Branchenmix dominante Stellung der chemischen Industrie, die von Strukturanpassungen in den letzten Jahren betroffen war.

Die wirtschaftlichen Aussichten haben sich nunmehr gebessert. Mit der geplanten Fertigstellung des JadeWeserPorts im Jahr 2011 wird für Wilhelmshaven als einziger Tiefwasserhafen in Deutschland eine starke Zunahme der Seegütertransports erwartet. Hiermit verbunden ist nicht nur die Schaffung von direkten Arbeitsplätzen im Hafenbereich. Erwartet wird auch die Ansiedlung weiterer Firmen aus der Logistikbranche. Dadurch werden gleichermaßen Investitionen bereits angesiedelter Firmen angeregt, weil der Standort eine neue Bedeutung erhält.

Wirtschaftsentwicklung 2009: Umsatzvolumen gesunken

Für die ersten drei Monate des Jahres 2009 kann der Umsatz nicht mit dem der Vorjahresmonate verglichen werden. Dieser liegt im ersten Quartal 2009 durch eine statistische Änderung deutlich höher als im Vorjahresquartal. Erst ab April 2009 zeigt sich der tatsächliche wirtschaftliche Verlauf.

Das Umsatzvolumen sank 2009 um 35,3 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Das war der höchste Umsatzrückgang im IHK-Bezirk. Als bedeutendster Rohölhafen Deutschlands hat sich in Wilhelmshaven der gesunkene Rohölumschlag (minus 12 Prozent) infolge der Rezession besonders bemerkbar gemacht. So gab es in der Mineralölverarbeitung ein Umsatzminus zwischen 30 und 50 Prozent. Hier stand zudem durch eine Revision ab Herbst die Produktion still. In der chemischen Industrie fielen die Erlöse um 30 bis 50 Prozent.

Der Fahrzeugbau verbuchte ebenfalls ein Umsatzminus im Vergleich zum Vorjahr. In dieser Branche betrug das Minus  zwischen 10 und 30 Prozent.

Die Zahl der Industriebeschäftigten blieb mit rund 2.800 Mitarbeitern gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant (-0,7 Prozent). Die Arbeitslosigkeit nahm im Jahresverlauf um rund 200 Personen auf 4.742 Personen zu. Die Arbeitslosenquote stieg von 12,1 Prozent auf 12,7 Prozent. Dies war die höchste Quote im IHK-Bezirk.

 

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Landkreis Ammerland: Tourismus und Industrie als Wachstumstreiberkarte_landkreis_ammerland.jpg

Das Landschaftsbild des Ammerlandes wird von den rund 500 Baumschulen geprägt, die sich auf Rhododendren- und Koniferenzucht spezialisiert haben. Die Land- und Forstwirtschaft spielt auch heute noch mit fast neun Prozent der Beschäftigten eine besondere Rolle.

Die wirtschaftliche Entwicklung verlief letzen Jahren äußerst günstig. Das Bruttoinlandsprodukt nahm im Vergleich zum IHK-Bezirk überdurchschnittlich zu.
Zurückzuführen ist diese Entwicklung in erster Linie auf den Sektor Handel/ Gastgewerbe/ Verkehr. Das Gastgewerbe spielt im Ammerland mit über 700.000 Übernachtungen eine wichtige Rolle. Insbesondere der Kurort Bad Zwischenahn ist eine touristische Hochburg im IHK-Bezirk.

Ein weiterer Wachstumstreiber war die Industrie, deren Bruttowertschöpfung deutlich stieg. Die rasante Entwicklung hat allerdings nicht zu mehr Beschäftigung geführt. Produktivitätsfortschritte sind für diese Entwicklung verantwortlich. Vertreten sind im Landkreis vor allem Ernährungsgewerbe und Maschinenbauunternehmen.

Die unternehmensnahen Dienstleistungen konnten Beschäftigungs- und Wertschöpfungszuwächse in den letzten Jahren erzielen.

Wirtschaftsentwicklung 2009: Erlöse gehen zurück

Der Umsatz der Industrieunternehmen im Ammerland ab 50 Beschäftigte ist im Jahr 2009 gegenüber 2008 gefallen. Die Erlöse sanken um 3,3 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Der Umsatzrückgang fiel damit im Vergleich zum IHK-Bezirk (- 13,8 Prozent) moderat aus.

Auch im Exportgeschäft gingen die Erlöse zurück. Das Minus betrug hier 21,4 Prozent. Insgesamt wurden 302 Millionen Euro im Ausland erwirtschaftet. Die Exportquote fiel auf 17,7 Prozent (Vorjahr: 21,7 Prozent).

In der Metall- und Kunststoffin-dustrie sanken die Erlöse um 10 bis 30 Prozent. Hier machte sich u. a. der Nachfragerückgang des Fahrzeugbaus bemerkbar.Im Ernährungsgewerbe gab es hingegen ein Umsatzplus von bis zu 10 Prozent.

Die Bauindustrie im Ammerland verzeichnete mit 11,5 Prozent ein deutliches Umsatzminus. Dieses ist auf die Sparte Tiefbau zurückzuführen. Hier gab es mit über 19,7 Prozent einen kräftigen Rückgang. Der Hochbau erzielte hingegen ein geringes Plus von 1,2 Prozent. Die Zahl der Arbeitsplätze nahm um 5,1 Prozent zu.

In der Industrie reduzierte sich Beschäftigtenzahl gegenüber 2008 um 2,5 Prozent auf rund 5.200 Personen.

Die Zahl der Arbeitslosen fiel 2009 um sechs Prozent – das war der höchste Rückgang im IHK-Bezirk. Die Arbeitslosenquote sank 2009 von 6,2 Prozent auf 5,8 Prozent.

 

 

 

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Landkreis Cloppenburg: karte_landkreis_cloppenburg.jpgStarke Ernährungsindustrie

Der Landkreis Cloppenburg ist eines der Haupterzeugergebiete landwirtschaftlicher Veredelungsprodukte. Die Landwirtschaft spielt daher trotz rückläufigen Anteil an der Bruttowertschöpfung nach wie vor eine wichtige Rolle. Sie ist der Rohstofflieferant für die nachgelagerten Betriebe des Ernährungsgewerbes.  Neben der Fleischverarbeitung prägen Futtermittelherstellung, Backwaren- und die Feinkosterzeugung diesen Industriezweig. Das Ernährungsgewerbe strahlt auch auf andere Branchen aus. So hat sich der regionale Maschinenbau auf die Herstellung von landwirtschaftlichen Maschinen und Ausrüstungsgüter spezialisiert.

Stark vertreten sind auch die Branchen Elektroindustrie, Herstellung von Metallerzeugnissen sowie Fahrzeugbau. Die Anteile der Industrie an den Beschäftigten und an der Bruttowertschöpfung sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Die Industriedichte liegt mit 80 (in der Industrie tätige Personen je 1.000 der Wohnbevölkerung) deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Gegen den IHK-Trend nahm auch die Bruttowertschöpfung und die Beschäftigung im Baugewerbe deutlich zu. Handel und Verkehrsgewerbe konnten ebenfalls ihre Bruttowertschöpfung kräftig steigern.

Zwar ist das Dienstleistungsgewerbe im Landkreis noch immer unterrepräsentiert, die Sparte der unternehmensnahen Dienstleistungen hat sich allerdings in den letzten Jahren sehr dynamisch entwickelt.


Wirtschaftsentwicklung 2009: Geringstes Umsatzminus im IHK-Bezirk

Der Umsatz der Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten im Landkreis Cloppenburg nahm im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro ab. Damit fiel das Umsatzminus im Landkreis Cloppenburg von allen Städten und Landkreisen im IHK-Bezirk am geringsten aus.

Der Export konnte sogar entgegen dem Trend leicht zunehmen.  Das Auslandsgeschäft stieg um 2,6 Prozent auf 885 Millionen Euro. Die Exportquote nahm von 20,4 Prozent im Vorjahr auf 21,4 Prozent im Jahr 2009 zu.

Das Ernährungsgewerbe hat sich als Anker in der Krise erwiesen. Es erzielte ein Umsatzplus von bis zu 10 Prozent. In der Elektroindustrie, einer wichtigen Zuliefererbranche des Fahrzeugbaus, gab es hingegen Umsatzrückgänge in Höhe von 10 bis 30 Prozent. Die Bauzulieferer meldeten ebenfalls ein Umsatzrückgang in gleicher Größenordnung.

Im Baugewerbe fiel der Umsatz deutlich (-8,3 Prozent). Hiervon war besonders der Hochbau betroffen (- 11,7 Prozent). Allein in der Sparte Wohnungsbau gab es ein Umsatzminus von über sechs Prozent. Im Tiefbau ging der Erlös moderat um 1,6 Prozent zurück. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 6,7 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit stieg im Jahresverlauf insgesamt nur leicht an. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 6,4 auf 6,6 Prozent.

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Landkreis Friesland: Hohes Beschäftigungswachstum im Dienstleistungsgewerbekarte_landkreis_friesland.jpg

Die Zentren der gewerblichen Wirtschaft liegen in den Städten Jever, Varel und Schortens sowie in der Gemeinde Zetel. Wesentliche wirtschaftliche Impulse kommen von der Nachbarstadt Wilhelmshaven, die mit ihrer Industrie und dem Tiefwasserhafen seit Jahren wichtigstes Pendlerziel für die Bewohner aus dem Landkreis ist.

Maschinenbau, Ernährungs- und Papiergewerbe sind im Landkreis vertreten. Die bedeutendste Industriebranche ist der Flugzeugbau, der im Wesentlichen den industriellen Umsatz des Landkreises bestimmt. Als Folge dieser strukturellen Abhängigkeit weist der Landkreis starke Beschäftigungs- und Umsatzschwankungen auf. Es fehlt an einem ausgewogenen Branchenmix, der konjunkturelle Schwächen zumindest abfedert. 

Entsprechend ist der Landkreis bemüht, Unternehmen aus anderen Wirtschaftszweigen anzusiedeln. Auf dem ehemaligen Gelände der Olympiawerke wurde das Technologie Centrum Nordwest (TCN) gegründet. Verschiedene Unternehmen, vor allem Dienstleistungsunternehmen, haben sich hier bereits niedergelassen. Mit dem Support Center Tooling (SCT) in Varel werden Innovationskräfte durch engere Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft effektiver genutzt. So sind in der Branche unternehmensnahen Dienstleistungen vieleneue Arbeitsplätze geschaffen worden.

Besonderes wirtschaftliches Gewicht entfällt auf den Fremdenverkehr. Schwerpunkte sind die Insel Wangerooge, das Nordseebad Horumersiel-Schillig sowie die Küstenbadeorte Hooksiel, Minsen und Dangast. Rund 1,3 Mio. Übernachtungen wurden 2009 gezählt. 

Wirtschaftsentwicklung 2009: Erlöse deutlich gefallen

Mit Ausnahme der Monate von Mai bis Juli sowie Dezember lag das Umsatzniveau unter dem der Vorjahresmonate. Insbesondere der Jahresanfang verlief schlecht. Der Umsatz nahm im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent ab. Das Umsatzvolumen betrug 765 Millionen Euro. 2008 waren noch 841Millionen Euro Umsatz erzielt worden.

Einen hohen Umsatzrückgang meldete das Druck-, Papier- und Holzgewerbe. Hier fiel das Umsatzvolumen zwischen 10 und 30 Prozent. In der Ernährungsindustrie reduzierte sich der Umsatz ebenfalls um 10 bis 30 Prozent.

Der Fahrzeugbau konnte den bis zur Jahresmitte anhaltenden Umsatzrückgang in der zweiten Jahreshälfte auffangen. Das Umsatzplus dieser Branche betrug zum Jahresende bis zu 10 Prozent.

Die Zahl der Beschäftigten in den Industrieunternehmen sank im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent. Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt rund 3.200 Personen in der Industrie tätig.

Der Arbeitsmarkt entwickelte sich insgesamt positiv. Im Vergleich zu 2008 gab es rund 150 weniger arbeitslose Personen. Die Arbeitslosenquote sank von auf 7,6 Prozent im Jahr 2008 auf 7,3 Prozent im Jahr 2009.

 

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karte_landkreis_oldenburg.jpgLandkreis Oldenburg: Günstiger Branchenmix

Der Landkreis Oldenburg verzeichnete in den letzen Jahren hohe Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts. Diese Entwicklung wurde merklich durch den Sog und die Ausstrahlung der benachbarten kreisfreien Städte Oldenburg, Delmenhorst und Bremen mitbestimmt. Sie ist aber auch das Resultat eines günstigen Branchenmixes aus Industrie, Handel und Dienstleistungen.

Die Schwerpunkte der gewerblichen Wirtschaft finden sich an den Standorten Wildeshausen, Ganderkesee, Hude und Wardenburg. In den übrigen Gebieten spielt dagegen noch immer die Landwirtschaft eine große Rolle.

Obwohl die Industrie in den letzen Jahren Personal abgebaut hat, stellt sie noch rund ein Drittel der Arbeitsplätze zur Verfügung. Ein wichtiger Wirtschaftszweig ist der Maschinenbau, der weitaus stärker vertreten ist als das Ernährungsgewerbe. Von Bedeutung sind ferner die Branchen Elektroindustrie, Feinmechanik und Optik sowie Verarbeitung von Steinen und Erden.

Sehr dynamisch entwickelt haben sich in den letzten  Jahren die unternehmensnahen Dienstleistungen. Sowohl die Beschäftigung als auch die Bruttowertschöpfung stiegen kräftig an. Dieses Wachstum ist auch das Resultat eines gewerblichen Nachholbedarfs. Der Anteil der Beschäftigten im Servicesektor an der Gesamtbeschäftigung beträgt erst rund neunProzent.

Wirtschaftsentwicklung 2009: Hoher Erlösrückgang

Der Industrieumsatz im Landkreis Oldenburg ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres kräftig gesunken. Das Umsatzminus betrug 27,1 Prozent. Das war das höchste Minus im IHK-Bezirk. Das Umsatzvolumen betrug 500 Mio. Euro (Vorjahr 686 Mio. Euro).

Insbesondere der Auslandsumsatz brach ein. Dieser hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum halbiert (-51,7 Prozent auf 107 Mio. Euro). Das schwache Auslandsgeschäft ist damit in erster Linie für den Umsatzrückgang verantwortlich. Die Exportquote betrug in den ersten sechs Monaten 21,5 Prozent und ist gegenüber dem Vorjahr (32,5 Prozent) stark gefallen.

Die wichtige Branche Maschinenbau verbuchte ein Umsatzminus von 30 bis 50 Prozent. Hier gab es deutliche Rückgänge im Exportgeschäft. In gleicher Größenordnung reduzierten sich die Erlöse im Fahrzeugbau und bei den Automobilzulieferern.

Der hohe Umsatzrückgang machte sich auch bei den Arbeitslosenzahlen bemerkbar. Diese wiesen mit 5,9 Prozent die höchste Steigerungsrate im IHK-Bezirk auf. Die Arbeitslosenquote stieg von 6,2 Prozent (Halbjahr 2008) auf 6,5 Prozent.

 

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Landkreis Vechta: Breites Spektrum an Industriebranchen
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Der Landkreis Vechta hat in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte wirtschaftliche Entwicklung erlebt. Das Bruttoinlandsprodukt hat sich seit 1997 nahezu um 60 Prozent erhöht. Seit 1999 sind fast rund 10.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren das hohe Bevölkerungswachstum, das Engagement der überwiegend mittelständisch geprägten Unternehmen sowie die günstige Verkehrslage zwischen Hamburg und den Verbraucherzentren an Rhein und Ruhr, die über die A1 erreicht werden können.

Als ein Zentrum der Großbestandstierhaltung in Deutschland und Europa ist der Landkreis ein Hauptlieferant tierischer Veredelungsprodukte. Die Landwirtschaft hat demzufolge immer noch eine große Bedeutung.

Die industrielle Branchenstruktur bietet ein breit gefächertes Bild, angefangen bei den Betrieben zur Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Produkte. Zweitgrößte Branche ist die Kunststoff- und Gummiverarbeitung, vornehmlich im Raum Lohne angesiedelt. Es folgt der Maschinenbau in den Bereichen Landmaschinen und Maschinen zur Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten.

Dagegen ist der Dienstleistungssektor an der Bruttowertschöpfung und an der Gesamtbeschäftigung deutlich unterrepräsentiert. Allerdings hat sich die Sparte der unternehmensbezogen Dienstleistungen in den vergangenen Jahren dynamisch entwickelt.

Wirtschaftsentwicklung 2009: Industrieumsatz gesunken

Das Umsatzvolumen der Industriebetriebe ab 50 Beschäftigte im Landkreis Vechta sank im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 10,2 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro (Umsatzvolumen 2008: 4,4 Milliarden Euro). Das Exportgeschäft hat zum Umsatzminus beigetragen. Die Auslandserlöse fielen um 14,9 Prozent auf 841 Millionen Euro. Der Anteil des Exports am Gesamtumsatz fiel auf 21,2 Prozent (Vorjahr: 22,4 Prozent).

Zurückzuführen ist der Umsatzrückgang auf den Maschinenbau. In dieser Branche gab es einen Umsatzrückgang in Höhe von 30 bis 50 Prozent. Das Ernährungsgewerbe konnte keinen Wachstumsbeitrag leisten. Hier reduzierten sich die Erlöse um bis zu 10 Prozent. In der Kunststoffindustrie gab es hingegen ein Umsatzplus von bis zu 10 Prozent.

Das Baugewerbe verzeichnete mit 4,2 Prozent ein deutliches Umsatzplus. Vor allem im Hochbau erzielte die Sparte Industriebau Umsatzzuwächse (+27 Prozent). Im Wohnungsbau entwickelte sich der Umsatz rückläufig ( -6,7 Prozent). Im Tiefbau betrug der Erlösrückgang 3,1 Prozent.

Die Zahl der Industriebeschäftigten in den 77 Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern nahm gegenüber dem Vorjahr leicht ab (-0,5 Prozent). Insgesamt wurden 13.700 Mitarbeiter beschäftigt. Die Arbeitslosenquote stieg nur leicht an, auf 4,4 Prozent (2008: 4,2 Prozent). Es war die niedrigste Quote im IHK-Bezirk.

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Landkreis Wesermarsch: Großindustrie prägt regionales Wachstum
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Wenige große, aber bedeutende Industriebetriebe prägen das Wirtschaftsbild des Landkreises Wesermarsch. Die Zahl der tätigen Personen in der Industrie je  1.000 Einwohner ist mit 92 Beschäftigten eine der höchsten im IHK-Bezirk. Trotz eines Beschäftigungsrückgangs in den letzten Jahren ist immer noch ein hoher Anteil der Beschäftigten in der Industrie tätig. Auch der Beitrag des Verarbeitenden Gewerbes am Wirtschaftswachstum ist nicht unerheblich.

Der mit Abstand größte Industriezweig ist der Luftfahrzeugbau. Des Weiteren sind Elektroindustrie, der Metallbau sowie der Schiffbau von Bedeutung. Die gewerblichen Zentren sind Nordenham, Brake und Elsfleth, die durch ihre Lage am seetiefen Fahrwasser der Unterweser von der Industrialisierung profitiert haben. Sie sind zu bevorzugten Standorten hafengebundener und außenhandelsorientierter Betriebe geworden.

Durch den bedeutenden Anteil der Investitionsgüterindustrie ist die Abhängigkeit von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung besonders hoch. Verschärft wird die Situation dadurch, dass nur wenige der ansässigen Unternehmen über die Hälfte der Arbeitnehmer beschäftigen. Ein ausgleichender Branchenmix, der konjunkturelle Schwächen abfedern könnte, ist nicht vorhanden.

Der Dienstleistungssektor hat den Arbeitsplatzabbau im Produzierenden Gewerbe trotz des beachtlichen Wachstums nicht vollständig auffangen können. Das durch den Wesertunnel leicht erreichbare Oberzentrum Bremerhaven entspannt die Situation diesbezüglich nicht.

Wirtschaftsentwicklung 2009: Exporte brechen ein

Der Umsatz der Industrieunternehmen ab 50 Beschäftigte im Landkreis Wesermarsch fiel 2009 im Vergleich zu 2008 um 4,8 Prozent auf zwei Milliarden Euro.

Vor allem die Exporte brachen weg. Die Exporterlöse sanken im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte  auf 611 Mio. Euro (-49,2 Prozent). Die Exportquote nahm von 55,5 Prozent im Jahr 2008 auf 29,6 Prozent ab.

Die großen Industrieunternehmen  im Landkreis Wesermarsch aus den Branchen Flugzeugbau, Schiffbau und Elektroindustrie sind im hohem Maße exportabhängig. In den vergangenen Jahren lag die Exportquote deutlich
über 50 Prozent: Daher sind diese Industrieunternehmen stark von der Rezession in den Exportländern betroffen. Allerdings konnte ein Großteil des Umsatzverlustes im Jahresverlauf wieder aufgeholt werden.

Im Metallbau fielen die Erlöse  zwischen 10 und 30 Prozent. Umsatzrückgänge in gleicher Größenordnung meldete der Fahrzeugbau. Das Ernährungsgewerbe berichtete dagegen über ein Umsatzplus von über 50 Prozent.

Der Arbeitsmarkt entwickelte sich trotz der wirtschaftlich angespannten Lage positiv. Die Zahl der Arbeitslosen nahm um fast zwei Prozent auf rund 3.600 ab. Die Arbeitslosenquote sank von 8,2 Prozent im Jahr 2008 auf 7,9 Prozent.


 

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Jürgen Thomas
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