Topnavigation

Wir über uns   |   Presse & Publikationen   |   Impressum   |   Übersicht   |   RSS-Feed   |   Kontakt

Seiteninhalt

Branchenreports

Die umsatzstärksten Branchen des Oldenburger Landes werden anhand der allgemeinen und der aktuellen Entwicklung kurz vorgestellt.

Branchen

Bauindustrie
Dienstleistungen
Einzelhandel
Ernährungsgewerbe
Fahrzeugbau
Hafenwirtschaft
Kunststoffindustrie
Maschinenbau

Zahlen zur Region: Jahresbericht 2008/2009



BauindustrieStrukturwandel hält weiter an
baugewerbe_karte.jpg
Die regionale Baukonjunktur war in den vergangenen zehn Jahren vornehmlich durch Arbeitsplatzabbau und Umsatzrückgang gekennzeichnet. Ursachen hierfür waren u.a Überkapazitäten, die während des Booms der Wiedervereinigung entstanden sind. Die Zurückhaltung der öffentlichen Hand in Infrastrukturmaßnahmen führte zu ebenfalls zu Auftrags- und Umsatzrückgängen. 2007 musste der Wohnungsbau durch den Wegfall der Eigenheimzulage und durch die Mehrwertsteuererhöhung deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen .

Die regionale Bauindustrie ist vornehmlich in den Landkreisen Cloppenburg, Vechta und Ammerland sowie in der Stadt Oldenburg vertreten. Über 5.600 Beschäftigte sind in der Branche in Unternehmen ab 20 Beschäftigten tätig, die rund 760 Mio. Euro im Jahr (2009) erwirtschaftet. Hoch- und Tiefbau erzielen in etwa den gleichen Umsatz. Im Hochbau wiederum erzielt die Sparte Wirtschaftsbau, also der gewerbliche und Industriebau, den höchsten Umsatz, gefolgt vom Wohnungsbau. Der öffentliche und Straßenbau spielt eine untergeordnete Rolle.

Wirtschaftsentwicklung 2009: Geringer Umsatzrückgang

Der Umsatz der Bauunternehmen ab 20 Beschäftigte im Oldenburger Land ist im Jahr 2009 nur geringfügig um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen. Niedersachsenweit fielen die Erlöse mit 3,9 Prozent stärker. Bis auf den März und November 2009 lagen die Bauumsätze unter den Vorjahresmonaten. Vor allem das erste Quartal wirkte sich wegen des langen Winters auf die Ertragslage aus. Das Umsatzvolumen betrug 2009 insgesamt 760 Millionen Euro.

Im Hochbau gab es einen geringen Erlösanstieg im Vergleich zu 2008 (+1 Prozent). In der Sparte Gewerblicher Bau gab es trotz der Wirtschaftskrise ein Umsatzplus von 2,4 Prozent. Das Umsatzvolumen stieg auf 210 Millionen Euro.
Das Tiefbaugewerbe verzeichnete Umsatzrückgänge in Höhe von -2,4 Prozent.

Das regional höchste Umsatzminus gab es mit –19,7 Prozent im Landkreis Ammerland, gefolgt von der Stadt Oldenburg (-10,6 Prozent). Auch die Bauunternehmen in den Landkreisen Vechta (-3,1 Prozent) und Cloppenburg (-1,6 Prozent) berichteten von Ertragsrückgängen.

Die Beschäftigung in den 125 Betrieben mit 20 und mehr Mitarbeitern stieg trotz des Umsatzrückgangs um 5,7 Prozent auf rund 5600 Beschäftigte. Beschäftigungszuwächse gab es vornehmlich in den Landkreisen Vechta und Wesermarsch sowie in der Stadt Wilhelmhaven.

 



nach oben Der Report als Pdf-Dokument


 

Dienstleistungsgewerbe: Jobmotor im IHK-Bezirk  diensleistungsgewerbe_karte.jpg

Das Dienstleistungsgewerbe (ohne Handel, Gaststätten und Verkehr) erwirtschaft mit 12 Milliarden Euro (2007) rund die Hälfte der Bruttowertschöpfung im IHK-Bezirk.

Unternehmensdienstleistungen sowie öffentliche und persönliche Dienstleistungen erwirtschaften in etwa denselben Beitrag zur Wertschöpfung (5,7 beziehungsweise 6,1 Milliarden Euro). Fast 30.000 Gewerbetreibende gehören dieser Branche im Oldenburger Land an. Damit ist fast jedes zweite IHK-zugehörige Unternehmen sind im Servicesektor tätig.

Das Dienstleistungsgewerbe war und ist der Jobmotor unserer Region. In den letzten zehn Jahren sind über 20.000neue Arbeitsplätze entstanden, vor allem im Zweig der unternehmensnahen Dienstleistungen wie IT-Dienste, Werbeagenturen, Zeitarbeitsfirmen etc.

Dienstleistungszentrum im Oldenburger Land, sowohl bei den unternehmensnahen Dienstleistungen als auch bei der öffentlichen und persönlichen Dienstleistungen, ist die Stadt Oldenburg. Die Oldenburger Dienstleistungsunternehmen erwirtschaften knapp ein Drittel der Bruttowertschöpfung im IHK-Bezirk.  Es folgt die Stadt Wilhelmshaven, deren Schwerpunkt durch die Marinebasis allerdings in der öffentlichen Servicewirtschaft liegt. In den Landkreisen Vechta und Cloppenburg liegt die Bruttowertschöpfung des Dienstleistungssektors mittlerweile ebenfalls über ein Milliarde Euro.

Wirtschaftsentwicklung 2009: Stabile Geschäftslage

Die konjunkturelle Lage hat sich nach Meinung der regionalen Dienstleistungsunternehmen im zweiten Halbjahr 2009 erfreulich verbessert. Vier von zehn Unternehmen berichten von einer positiven Geschäftslage, nur noch jeder zehnte Dienstleister  meldet schlechtere Umsätze.  

Insbesondere in den Wirtschaftszweigen der Medienwirtschaft und IT sowie der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung hat sich im zweiten Halbjahr 2009 die aktuelle Wirtschaftslage nach einem schwierigen Beginn nachhaltig verbessert.

Vorsichtig optimistisch zeigen sich die Dienstleister im Hinblick auf die zukünftige Konjunkturentwicklung in ihrer Branche. Erwartungen: Zwei von drei Unternehmen rechnen mit einer gleichbleibenden Entwicklung, nur jedes fünfte Unternehmen erwartet einen eher ungünstigen Verlauf.

Nachdem die Betriebe noch Anfang des Halbjahres im Hinblick auf die Preisentwicklung eher von stabilen Preisen ausgegangen waren, sorgt die aktuell positive Entwicklung dafür, dass verstärkt mit steigenden  Preisen gerechnet wird.

Auch auf dem Arbeitsmarkt wollen die Dienstleistungsunternehmen ihre Aktivitäten intensivieren: Fast jeder fünfte Betrieb plant Einstellungen. Vor allem die Dienstleister aus den Bereichen Medienwirtschaft und IT sind auf Personalsuche.

Obwohl die Dienstleister die zukünftige Entwicklung eher verhalten einschätzen, planen mehr Unternehmen höhere Investitionsausgaben ein: Fast jeder fünfte Betrieb beabsichtigt eine Ausweitung der Investitionen. Der Anteil der Unternehmen, die ihre Investitionen zurückfahren wollen, sinkt jedoch im Verhältnis zum ersten Halbjahr nicht.

konjunktur_dienstleistungen.jpg


nach oben Der Report als Pdf-Dokument



Einzelhandel: Konzentration nimmt weiter zu
einzelhandel_karte.jpg
Der Einzelhanel unterliegt seit Jahren strukturellen Veränderungen. Während die Zahl der Anbieter sinkt, steigt die Verkaufsfläche.  Auch die Fachmärkte haben einen steigenden Flächenbedarf, der am Stadtrand oder im Umland der Städte leichter zu realisieren ist. Verstärkt wird der Trend zu Dezentralisierung im Einzelhandel durch die gestiegene Mobilität und die veränderten Einkaufsgewohnheiten der Kunden (u.a. Onlinehandel).

Es gilt daher, die Vielfalt der Städte zu sichern und die Innenstädte als Wirtschafts- und Erlebnisraum zu fördern.

Mit rund 15.800 Gewerbetreibenden ist der Einzelhandel die zahlenmäßig zweitstärkste Branche nach den Dienstleistungen im Oldenburger Land. Der Index der Einzelhandelskaufkraft liegt nur in der Stadt Oldenburg deutlich über dem Bundesdurchschnitt, während die Städte Wilhelmshaven und Delmenhorst sowie die Landkreise Ammerland und Friesland den Bundesdurchschnitt erreichen.

Wirtschaftsentwicklung 2009: Mit 2009 noch zufrieden - Luft wird dünner
Der Einzelhandel im Bezirk der Oldenburgischen IHK trotzte 2009 der Krise. Die Unternehmen berichten zur momentanen Lage, dass sich die Konjunktur der Branche nach dem negativen Einschnitt im Jahr 2008 wieder erholt hat. Der Einzelhandel konnte nach vielen Jahren erstmals wieder als Motor der Konjunkturentwicklung bezeichnet werden. Erst im vierten Quartal 2009 endete dieser Aufwärtstrend: Der Blick nach vorne zeigt, dass die Zukunft eher verhalten bewertet wird.

Insbesondere im Textileinzelhandel zeigte sich gleichbleibendes Konsumverhalten. Die Branche hat ebenso wie die Unterhaltungselektronik vom Weihnachtsgeschäft profitiert.  

Ein Sonderfall ist der Handel mit Kfz. Nach dem Auslaufen der Umweltprämie ist die Konsumneigung in dieser Branche zur-zeit nur auf niedrigem Niveau.

Insgesamt war die Branche mit dem Jahr 2009 zufrieden. Dennoch gibt es teilregionale Unterschiede. Vor allem die Händler in den kleineren Städte berichteten verhaltener über die Konjunktur als die Händler mit Standorten in den Oberzentren.

Der relativ stabile Trend in der Branche fordert jedoch Tribut. Die Unternehmen sparen am Personal. Die Zahl der Beschäftigten ist im Jahr 2009 weiter zurückgegangen. Noch stärker wird an Investitionen gespart. Erforderliche Neu-, Aus- und Umbauten oder Modernisierungen werden zurückgestellt. Dieser Trend ist seit zwei Jahren erkennbar.

Angesichts dessen sind die Kreditkonditionen gerade auch in dieser Branche sehr wichtig. Diese haben sich nach Aussage von mehr als einem Viertel der Befragten verschlechtert. Die Handlungsfelder der Banken gegenüber den Unternehmen betreffen vor allem Zinsen und Investitionskredite sowie Si-cherheiten und die Dokumentationspflichten.

 

konjunktur_einzelhandel.jpg

nach oben Der Report als Pdf-Dokument



Ernährungsgewerbe: Umsatzstärkster Industriezweig
ernaehrungsindustrie_karte.jpg

Die Ernährungswirtschaft ist im IHK-Bezirk der umsatzstärkste Industriezweig. Mit einem Gesamtumsatz von über sieben Milliarden Euro (2009) erzielt die Branche rund 40 Prozent des Industrieumsatzes im IHK-Bezirk. Viele bekannte Unternehmen und Marken haben ihren Sitz im IHK-Bezirk.

Unternehmen aus den Sparten Fleischwaren, Backwaren, Kartoffelerzeugnisse, Milchwirtschaft und Feinkost bilden die Basis für ein breitgefächertes Angebot an Lebensmittel. Zu diesem Industriezweig gehört auch die Futtermittelindustrie als Bindeglied zwischen Rohstoffproduktion und Verarbeitung. Das Ernährungsgewerbe verfügt über bundesweite und internationale Absatzbeziehungen. Der Export von Fleischwaren hat sich seit 2000 verdreifacht.

Basis der Nahrungsmittelproduktion ist die landwirtschaftliche Rohstoffproduktion. Hier haben sich im Laufe der Zeit besondere Verflechtungen herausgebildet. In der Land- und Forstwirtschaft - einschließlich Tierhaltung und Fischerei - sind heute noch drei Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten tätig. Dies ist fast das Dreifache des Bundesdurchschnittes.

 

Wirtschaftsentwicklung 2009: Erlöse leicht gestiegen
Der Umsatz im Ernährungsgewerbe ist im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr geringfügig gestiegen. Das Umsatzvolumen nahm um 0,4 Prozent auf 7 Milliarden Euro zu. Damit hat sich die konjunkturelle Entwicklung im Ernährungsgewerbe mit seinen vor- und nachgelagerten Bereichen gegenüber der allgemeinen Wirtschaftskrise als robust erwiesen und den regionalen Abschwung abgefedert.

In der größten Sparte Schlachten und Fleischverarbeitung blieb das Umsatzvolumen auf Vorjahresniveau. Das Auslandsgeschäft konnte hingegen mit 14 Prozent deutlich zulegen.

In der Branche Obst- und Gemüseverarbeitung gab es einen Erlöszuwachs von 3,6 Prozent. Der Auslandserlös stieg hier um 17 Prozent.

In der Sparte Herstellung von Futtermitteln sank der  Erlös hingegen mit 14,1 Prozent kräftig. Hier fiel der Auslandsumsatz um 15,5 Prozent.

Den höchsten Umsatzzuwachs von über 50 Prozent gab es im Landkreis Wesermarsch. In den Landkreisen Cloppenburg und Ammerland stiegen die Erlöse um bis zu 10 Prozent. Hingegen gab es Umsatzrückgänge in den Landkreisen Vechta (bis zu 10 Prozent) und Friesland (zwischen 10 und 30 Prozent).

Rund 13.800 Mitarbeiter arbeiteten in 77 Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten. Die Mitarbeiterzahl nahm gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,7 Prozent zu.

 

ernaehrungsgewerbeumsatz.jpg

nach oben Der Report als Pdf-Dokument



Fahrzeugbau: Hoher Exportanteil
fahrzeugbau_karte.jpg
Der Fahrzeugbau, der die Hersteller von Kraftfahrzeugen und –teilen, den Luftfahrt- sowie den Schiffbau umfasst, ist auf den Umsatz bezogen der zweitwichtigste Industriezweig im Oldenburger Land. Rund 12 Prozent des Industrieumsatzes im IHK-Bezirk und fast 8.000 Beschäftigte entfallen auf diese Branche. Ein hoher Prozentsatz des Umsatzes wird im Ausland erzielt.

Der Flugzeugbau ist in Nordenham und Varel konzentriert und bestimmt in den jeweiligen Landkreisen den Industrieumsatz erheblich mit. Hier sind in den nächsten Jahren hohe Investitionen in die zukunftsträchtige Verbundstoffproduktion notwendig, um an Folgeaufträgen der Flugzeughersteller mitwirken zu können.

Der Schiffbau ist an der Unterweser angesiedelt. Die Werften haben sich u.a. auf Rettungsboote und Yachtbau spezialisiert und sind erfolgreich in Nischenmärkten tätig. 

Wirtschaftsentwicklung 2009: Umsatz kräftig gefallen

Der Umsatz im regionalen Fahrzeugbau sank 2009 gegenüber dem Vorjahr um 13,9 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro.

Insbesondere die stark rückläufige Automobilnachfrage hat ihre Spuren bei den regionalen Kraftfahrzeugherstellern hinterlassen. Neben den Herstellern von Pkw-Teilen waren insbesondere wegen der rückläufigen Bauinvestitionen die Nutzfahrzeughersteller betroffen. Der Umsatz 2009 sank in dieser Sparte gegenüber den Vorjahreszeitraum um 28 Prozent auf 700 Millionen Euro.

Der sonstige Fahrzeugbau, also Schiffs- und Flugzeugbau, berichteten nach wir vor von guten Auftragsbeständen, dennoch gab es auch hier im Jahr 2009 einen Erlösrückgang von 4,6 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.

Im Landkreis Friesland nahm der Umsatz im gesamten Fahrzeugbau um bis zu 10 Prozent zu. Erlösrückgänge gab es hingegen in den Städten Wilhelmshaven und Oldenburg sowie im Landkreis Oldenburg.

Die Zahl der Beschäftigten im gesamten Fahrzeugbau (Unternehmen ab 50 Beschäftigte)
blieb dennoch mit rund 8800 Personen (-1,2 Prozent) recht stabil. Dieses ist auf den sonstigen Fahrzeugbau zurückzuführen. Hier gab es sogar ein Beschäftigungsplus von 1,5 Prozent. Fachkräfte werden in dieser Branche nach wie vor gesucht. Bei den Nutzfahrzeug-Herstellern wurden hingegen Arbeitsplätze abgebaut (-7 Prozent).




nach oben Der Report als Pdf-Dokument



Hafenwirtschaft: Rückgrat der Energieversorgung und Ernährungswirtschaftkarte_hafenwirtschaft.jpg

Die vier See- und Binnenhäfen – Wilhelmshaven, Nordenham, Brake und Oldenburg – bilden die wirtschaftliche Basis für cirka 200 hafenaffine Unternehmen im IHK-Bezirk. Hierzu zählen die See-, Binnen- und Küstenschifffahrt, der Boots- und Yachtbau, aber auch Speditionen, Frachtumschlagsunternehmen und die Seehafenbetriebe. Dabei haben sich die Seehäfen bislang auf Seegüterteilmärkte wie Massengüter, massenhafte Stückgüter (Breakbulk), Ro-Ro- und Automobilumschlag sowie Projektladung spezialisiert. Hierzu zählt auch der Umschlag von Futtermitteln in Brake und Oldenburg für die im Nordwesten ansässige Ernährungswirtschaft, ebenso wie die Verladung von Windkraftanlagen oder die Verschiffung von Flugzeugteilen. Hierbei erfüllen Wilhelmshaven und Nordenham eine existenziell wichtige Aufgabe bei der Versorgung Deutschlands mit Rohöl- und Mineralölprodukten sowie Kohle für die Energiegewinnung.

Die Werftindustrie an der Unterweser und in Wilhelmshaven verfügt über ein großes Know-how im Bau von Spezial- und Behördenschiffen, Großyachten und Passagierseglern.Ungefähr 7 000 Arbeitsplätze lassen sich der Hafenwirtschaft im IHK-Bezirk zurechnen.

Wirtschaftsentwicklung 2009: Schwieriges Jahr für Seehäfen

Die Wirtschaftskrise hat auch in der Bilanz der Niedersächsischen Seehäfen deutliche Spuren hinterlassen. Sie verbuchen für 2009 ein Umschlagsergebnis im Seeverkehr in Höhe von 52,42 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Minus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einen vergleichbaren Rückgang verzeichnen die oldenburgischen Seehäfen Wilhelmshaven, Brake, Nordenham und Oldenburg mit einem Umschlag von rund  41,68 Mio. Tonnen.

Insbesondere der Roh- und Mineralölumschlag in Wilhelmshaven und Nordenham sank – bedingt durch Produktionsrückgänge der chemischen Industrie sowie einer insgesamt gesunkenen Ölnachfrage. Robust zeigten sich dagegen der Kohleumschlag und der Umschlag von Flüssiggas (LPG). Letzterer legte in Wilhelmshaven – allerdings von niedrigem Niveau ausgehend – um 30 Prozent zu.

Sehr gut entwickelten sich die Verladungen von Windenergieanlagen in Brake mit einem Plus von 35,5 Prozent (von 42.973 im Vorjahr auf 58.259 Tonnen). Nach Rückgängen im Getreideumschlag, bei Eisen und Stahl sowie Forstprodukten erwartet Brake mittelfristig wieder steigende Umschlagszahlen im Massengutbereich und bei konventionellen Stückgütern. Für die Entwicklung des Braker Hafens spielt dabei eine zügige Weservertiefung eine wichtige Rolle.

Ein positives Ergebnis vermeldete der Hafen Oldenburg. Der Umschlag im Seeverkehr konnte hier um 34 Prozent auf 120 Tsd. Tonnen im Vergleich zum Jahr 2008 gesteigert werden.

Das Jahr 2010 sieht die Hafenwirtschaft verhalten positiv. Für Stabilisierung sollen Gesamtinvestitionen des Landes Niedersachsen von rund 180 Millionen Euro sorgen.  

Davon profitieren auch die oldenburgischen Seehäfen. Nach der Einweihung des Niedersachsenkais im Juni 2009 wird in Brake ein Großteil der Erd-, Ramm- und Stahlbetonarbeiten für den zweiten Liegeplatz für Großschiffe am Niedersachsenkai erfolgen. In Wilhelmshaven wird der 2009 begonnene Ausbau der Umschlaganlage Niedersachsenbrücke für Massengutschiffe der Größenklasse 200.000 tdw fortgesetzt.


.

seehafenumschlag.jpg

nach oben Der Report als Pdf-Dokument



Kunststoffindustrie: Wichtige Zulieferindustrie
kunststoffindustrie_karte.jpg
Die regionalen Kunststoffverarbeiter sind als Vorleistungsgüterproduzenten heterogen aufgestellt und bieten eine Vielzahl von Produkten an. Hergestellt werden unter anderem Bauelemente, Spritzgussteile, Tiefziehteile oder Verpackungsmaterialien für die Lebensmittelindustrie. Zudem hat ihre Bedeutung als Zulieferer für die Automobilindustrie in den letzten Jahren zugenommen. Namhafte Produzenten sind in der Region angesiedelt.

Die Kunststoffindustrie ist in hohem Maße abhängig von der Entwicklung des Rohölpreises, der die Kostenstruktur erheblich prägt. Vor allem kleinere Zulieferer mit hoher Materialeinsatzquote sind am stärksten von Rohstoffpreiserhöhungen betroffen.

Daher steht diese Branche unter ständigem Anpassungs- und Rationalisierungsdruck.  Allerdings hat die regionale Kunststoffindustrie in den letzten Jahren an internationaler Wettbewerbsfähigkeit gewinnen können, wie der gestiegene Exportanteil am Umsatzvolumen beweist. Aktuell erwirtschaftet die Branche acht Prozent des Industrieumsatzes und beschäftigt 13 Prozent der in der Industrie tätigen Personen im IHK-Bezirk.

Die Kunststoffindustrie ist vornehmlich im Landkreis Vechta konzentriert, Betriebe finden sich aber auch in den Landkreisen Ammerland und Wesermarsch.

Wirtschaftsentwicklung 2009: Umsatz leicht gestiegen

Bis zum ersten Halbjahr 2009 hat die Wirtschaftskrise bei den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren ab 50 und mehr Beschäftigten im Oldenburger Land ihre Spuren hinterlassen. Ab August zog der Umsatz jedoch stark an. Bis zum Jahresende erzielte die Branche daher ein Umsatzwachstum von drei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Umsatzvolumen stieg auf 1,4 Milliarden Euro.

Der Exporterlös nahm hingegen geringfügig ab. Der Rückgang betrug gegenüber dem Vorjahr 0,9 Prozent. Insgesamt wurde ein Auslandsvolumen von 460 Millionen Euro erzielt. Die Exportquote fiel 2009 auf 31,8 Prozent (2008: 33,0 Prozent).

Umsatzrückgänge gab es in den Städten Wilhelmshaven und Oldenburg sowie im Landkreis Ammerland.

In den 35 Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten waren rund 7600 Mitarbeiter beschäftigt. Die Zahl der Beschäftigten stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast zehn Prozent.


kunststoffindustrieumsatz.jpg

nach oben Der Report als Pdf-Dokument



Maschinenbau: Eindruckvolle Entwicklung in den letzen Jahrenmaschinenbau_karte.jpg

Der Maschinenbau spielt im IHK-Bezirk eine wichtige Rolle. Rund sechs Prozent der gesamten Industrieumsatzes im Oldenburger Land erwirtschaftet dieser Industriezweig im Jahr 2009. Bis 2008 konnte das Exportgeschäft deutlich ausgebaut werden. Mit der Wirtschaftskrise 2009 hat sich allerdings der Export  deutlich reduziert.

Durch die Streuung der Unternehmen über das ganze Oldenburger Land unterscheidet sich diese Branche von den anderen großen Industriebranchen. Besonders stark vertreten sind – aufgrund der dominanten Stellung des Ernährungsgewerbes – die Maschinenbauer für land- und forstwirtschaftliche Geräte. Sie sind vornehmlich in den Landkreisen Oldenburg, Vechta und Cloppenburg angesiedelt. Der Schwermaschinenbau befindet sich in Delmenhorst und Wilhelmshaven. Zulieferer für die Luftfahrt und den Schiffsbau finden sich in den Landkreisen Ammerland, Friesland und Wesermarsch.

Wirtschaftsentwicklung 2009: Exportnachfrage eingebrochen

Der weltweite Abschwung und die daraus resultierende gesunkene Auslandsnachfrage hat den regionalen Maschinenbau besonders hart getroffen. Denn in den vergangenen zehn Jahren konnte diese Branche ihr Exportgeschäft kontinuierlich ausweiten. Betrug im Jahr 2000 die Exportquote noch rund 30 Prozent, lag sie 2008 schon bei 50 Prozent. Mit der Weltwirtschaftskrise sank der Exportumsatz im Jahr 2009 im Vergleich zu 2008 um über 42 Prozent auf  463 Millionen Euro.Der Exportanteil fiel im Jahr 2009 auf 45,8 Prozent. Auch die Binnennachfrage ging deutlich zurück. Insgesamt reduzierte sich der Umsatz um 36,6 Prozent auf eine Milliarde Euro.

Besonders der Landmaschinenbau ist von der aktuellen Krise betroffen. Er hat in den letzten Jahren von der EU-Ost-erweiterung, aber auch von Auf-trägen aus Russland und der Ukraine profitiert.

Auch die Hersteller von Baumaschinen berichteten von deutlichen Umsatzrückgängen.

Hohe Umsatzrückgänge gab es in den Landkreisen Oldenburg und Vechta sowie in der Stadt Delmenhorst.
Die Beschäftigung ging deutlich um 10,8 Prozent zurück. In den 40 Maschinenbau-Unternehmen mit über 50 Beschäftigten waren im Jahresdurchschnitt rund 6600 Arbeitnehmer tätig.

 

maschinenbauumsatz_1.jpg

nach oben Der Report als Pdf-Dokument

Ansprechpartner

Jürgen Thomas
Sachbearbeiter

Telefon: 0441 2220-403
Fax: 0441 2220-5403
Zentrale: 0441 2220-0
E-Mail schreiben
Ansprechpartner von A bis Z