Topnavigation

Wir über uns   |   Presse & Publikationen   |   Impressum   |   Übersicht   |   RSS-Feed   |   Kontakt

Seiteninhalt

Branchenreports

Die umsatzstärksten Branchen des Oldenburger Landes werden anhand der allgemeinen und der aktuellen Entwicklung kurz vorgestellt.

Branchen

Bauindustrie
Dienstleistungen
Einzelhandel
Ernährungsgewerbe
Fahrzeugbau
Hafenwirtschaft
Kunststoffindustrie
Maschinenbau

Zahlen zur Region: Zahlenspiegel 2011



BauindustrieStrukturwandel hält weiter an
baugewerbe_karte.jpg
Die regionale Baukonjunktur war in den vergangenen zehn Jahren vornehmlich durch Arbeitsplatzabbau und Umsatzrückgang gekennzeichnet. Ursachen hierfür waren u.a Überkapazitäten, die während des Booms der Wiedervereinigung entstanden sind. Die Zurückhaltung der öffentlichen Hand in Infrastrukturmaßnahmen führte zu ebenfalls zu Auftrags- und Umsatzrückgängen.  Erst mit den Konjunkturprogrammen nach der Krise 2009 und den beginnenden Audschwung hat sich das Bild gewandelt. Die Zahl der Beschäftigten und die Umsättze sind seitdem gestiegen.

Die regionale Bauindustrie ist vornehmlich in den Landkreisen Cloppenburg, Vechta und Ammerland sowie in der Stadt Oldenburg vertreten. Hoch- und Tiefbau erzielen in etwa den gleichen Umsatz. Die umsatzstärkste Sparte im Hochbau ist der Wirtschaftsbau, also der gewerbliche und Industriebau, gefolgt vom Wohnungsbau. Der öffentliche und Straßenbau spielt eine untergeordnete Rolle.

Wirtschaftsentwicklung 1. Halbjahr 2011: Hohes Umsatzplus
Der Umsatz der Bauindustrie im Oldenburger Land ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 39,8 Prozent auf 410 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Niedersachsenweit nahmen die Erlöse um 23 Prozent zu.

Das hohe Umsatzwachstum ist in erster Linie der guten Konjunkturlage geschuldet. Unternehmen, aber auch private Bauherren sorgten für einen hohen Auftragsbestand. Hinzu kommen Aufträge der öffentlichen Hand, die zum Teil noch aus den Konjunkturpaketen gespeist werden. Allerdings sind die hohen Wachstumsraten auch das Resultat des langen Winters 2009/2010, der bis April  nur für geringen Umsatz sorgte und den Vergleich daher verzerrt.

Im Hochbau stiegen die Erlöse um über 35,8 Prozent. Einen Zuwachs von 34 Prozent meldete die Sparte Gewerblicher Bau. Im Tiefbaugewerbe gab es ebenfalls ein deutliches Umsatzplus. Hier stiegen die Erlöse um 44,5 Prozent auf 193 Millionen Euro.

In den Landkreisen Vechta und Ammerland wurden die höchsten Umsatzzuwächse (49,3 Prozent bzw. 43,8 Prozent) erzielt. In der Stadt Oldenburg gab es ein Umsatzplus von 42,8 Prozent, im Landkreis Cloppenburg von 39,9 Prozent.

Die Beschäftigung in den 143 Betrieben mit 20 und mehr Mitarbeitern stieg um 9,4 Prozent auf über 6360 Beschäftigte an. Beschäftigungszuwächse gab es vornehmlich in den Landkreisen Cloppenburg und Ammer-land sowie in der Stadt Oldenburg.


.

 

baugewerbeumsatz_2.jpg

nach oben Der Report als Pdf-Dokument


 

Dienstleistungsgewerbe: Jobmotor im IHK-Bezirk  diensleistungsgewerbe_karte.jpg

Das Dienstleistungsgewerbe (ohne Handel, Gaststätten und Verkehr) erwirtschaft mit 12 Milliarden Euro (2009) knapp über die Hälfte der Bruttowertschöpfung im IHK-Bezirk.

Unternehmensdienstleistungen sowie öffentliche und persönliche Dienstleistungen erwirtschaften in etwa denselben Beitrag zur Wertschöpfung (6,2 beziehungsweise 6,5 Milliarden Euro). Fast 30.000 Gewerbetreibende gehören dieser Branche im Oldenburger Land an. Damit ist fast jedes zweite IHK-zugehörige Unternehmen sind im Servicesektor tätig.

Das Dienstleistungsgewerbe war und ist der Jobmotor unserer Region. In den letzten zehn Jahren sind über 20.000neue Arbeitsplätze entstanden, vor allem im Zweig der unternehmensnahen Dienstleistungen wie IT-Dienste, Werbeagenturen, Zeitarbeitsfirmen etc.

Dienstleistungszentrum im Oldenburger Land, sowohl bei den unternehmensnahen Dienstleistungen als auch bei der öffentlichen und persönlichen Dienstleistungen, ist die Stadt Oldenburg. Die Oldenburger Dienstleistungsunternehmen erwirtschaften knapp ein Drittel der Bruttowertschöpfung im IHK-Bezirk.  Es folgt die Stadt Wilhelmshaven, deren Schwerpunkt durch die Marinebasis allerdings in der öffentlichen Servicewirtschaft liegt. In den Landkreisen Vechta und Cloppenburg liegt die Bruttowertschöpfung des Dienstleistungssektors mittlerweile ebenfalls über ein Milliarde Euro.

Wirtschaftsentwicklung 1. Halbjahr 2011: Lage kühlt ab
Die aktuelle wirtschaftliche Lage hat sich bei den regionalen Dienstleistungsunternehmen im ersten Halbjahr des Jahres 2011 verschlechtert, nachdem das Jahr 2010 durchgehend von einer positiven Entwicklung geprägt war.
Im zweiten Quartal 2011 hat der negative Trend nachgelassen, so dass sich die Stimmung stabilisiert hat.

Da vier von zehn befragten Unternehmen im zweiten Quartal von einer guten Geschäftslage berichten und der Anteil der negativen Stimmen niedrig ist, bleibt die Bewertung der aktuellen Geschäftslage zum Ende des ersten Halbjahres auf hohem Niveau.

Bei den Geschäftserwartungen ist die Stimmung in der Mitte des ersten Halbjahres gekippt:
Während im ersten Quartal  2011 noch jedes zweite Unternehmen optimistisch in die Zukunft blickte, so erwartet nun nur noch jeder vierte Dienstleister eine positive Entwicklung der Geschäftslage.

Nachdem die Dienstleister im Jahr 2010 ihre Einstellungspläne durchgehend erhöht haben, fahren die Unternehmen ihre Einstellungsbemühungen im Jahr 2011 zurück. Die Investitionsplanungen entwickeln sich ähnlich wie die Beschäftigungspläne: Der Saldo der positiven und negativen Antworten lässt im ersten Halbjahr 2011 nach. Auch planen weniger Unternehmen eine Erhöhung ihrer Investitionsausga-ben.

konjunktur_dienstleistungen_2.jpg


nach oben Der Report als Pdf-Dokument



Einzelhandel: Konzentration nimmt weiter zu
einzelhandel_karte.jpg
Der Einzelhanel unterliegt seit Jahren strukturellen Veränderungen. Während die Zahl der Anbieter sinkt, steigt die Verkaufsfläche.  Auch die Fachmärkte haben einen steigenden Flächenbedarf, der am Stadtrand oder im Umland der Städte leichter zu realisieren ist. Verstärkt wird der Trend zu Dezentralisierung im Einzelhandel durch die gestiegene Mobilität und die veränderten Einkaufsgewohnheiten der Kunden (u.a. Onlinehandel).

Es gilt daher, die Vielfalt der Städte zu sichern und die Innenstädte als Wirtschafts- und Erlebnisraum zu fördern.

Mit rund 16.400 Gewerbetreibenden ist der Einzelhandel die zahlenmäßig zweitstärkste Branche nach den Dienstleistungen im Oldenburger Land. Nur der Kaufkraftindex der Stadt Oldenburg erreicht gerade den Bundesdurchschnitt.

Wirtschaftsentwicklung 1. Halbjahr 2011: Weiter auf Kurs
Die Einzelhändler im Oldenburger Land sind mit dem Verlauf des ersten Halbjahres 2011 zufrieden. Das sich verlangsamende konjunkturelle Wachstum hatte bisher kaum Einfluss – weder auf die Konsumneigung der Kunden, noch auf die Stimmung der Händler. Die Tendenz ist weiter nach oben gerichtet.

Im ersten Quartal lief es im Einzelhandel überraschend gut. Zwar konnte das Niveau des guten Weihnachtsquartals nicht erreicht werden. Das war aber auch nicht zu erwarten. Schließlich gilt das erste Quartal gemeinhin als schwierig und das Jahr 2010 wurde auf einem Mehrjahreshoch abgeschlossen.

Wie gut die Lage im ersten Quartal (der Saldo aus positiven und negativen Antworten betrug 35,6 Prozent) wirklich war, wird im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich, in dem die Stimmung per Saldo noch erheblich schlechter war (12,8 Prozent).

Auch mit dem Verlauf des zweiten Quartals zeigten sich die Händler zufrieden. Keines der befragten Unternehmen war zum Ende des ersten Halbjahres schlecht gestimmt.

Die Umsätze stiegen bei 43,7 Prozent der Betriebe, bei nur 20,9 Prozent ist sie gesunken. Die Umsatzsituation stellte sich damit per Saldo besser dar als im ersten Quartal. Auch der Vorjahresvergleich fällt leicht positiv aus. Dazu beigetragen hatte die wieder ansteigende Konsumneigung der Kunden und das späte Osterfest 2011.
Zur Jahresmitte blickt die Branche weiterhin optimistisch in die Zukunft – trotz schlechter Nachrichten wie der Eurokrise und steigender Einstandspreise.

Bei den Händlern überwiegen scheinbar die positiven Erwartungen, vor allem an einen privaten Konsum, der durch die zunehmende Arbeitsplatzsicherheit und steigende Löhne weiter in Schwung kommt. Diese Zuversicht spiegelt sich zum einen in den Umsatzerwartungen wider. Zum anderen soll wieder mehr investiert und Personal eingestellt werden.

konjunktur_einzelhandel_2.jpg

nach oben Der Report als Pdf-Dokument



Ernährungsgewerbe: Umsatzstärkster Industriezweig
ernaehrungsindustrie_karte.jpg

Die Ernährungswirtschaft ist im IHK-Bezirk der umsatzstärkste Industriezweig. Sie erzielt über 44 Prozent des Industrieumsatzes im IHK-Bezirk. Viele bekannte Unternehmen und Marken haben ihren Sitz im IHK-Bezirk.

Unternehmen aus den Sparten Fleischwaren, Backwaren, Kartoffelerzeugnisse, Milchwirtschaft und Feinkost bilden die Basis für ein breitgefächertes Angebot an Lebensmittel. Zu diesem Industriezweig gehört auch die Futtermittelindustrie als Bindeglied zwischen Rohstoffproduktion und Verarbeitung. Das Ernährungsgewerbe verfügt über bundesweite und internationale Absatzbeziehungen. Der Export von Fleischwaren hat sich seit 2000 verdreifacht.

Basis der Nahrungsmittelproduktion ist die landwirtschaftliche Rohstoffproduktion. Hier haben sich im Laufe der Zeit besondere Verflechtungen herausgebildet. In der Land- und Forstwirtschaft - einschließlich Tierhaltung und Fischerei - sind heute noch drei Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten tätig. Dies ist fast das Dreifache des Bundesdurchschnittes.

Wirtschaftsentwicklung 1. Halbjahr 2011: Erlöse gestiegen
Der Umsatz im Ernährungsgewerbe ist im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Das Umsatzvolumen nahm um 5,1 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro zu (+193 Millionen Euro).

In der umsatzstärksten Sparte, Schlachten und Fleischverarbeitung, sank der Umsatz um 5,3 Prozent auf zwei Milliarden Euro. Der Rückgang ist auch auf das Auslandsgeschäft zurückzuführen, das mit zehn Prozent deutlich abnahm.

In der Branche Obst- und Gemüseverarbeitung gab es ein kräftiges Umsatzplus von 13,5 Prozent. Der Auslandserlös stieg hier um über 20 Prozent. Das höchste Umsatzplus gab es in der Sparte Herstellung von Futtermitteln. Hier stiegen die Erlöse um über 32 Prozent auf 495 Millionen Euro (+120 Millionen Euro).

Im Landkreis Wesermarsch stiegen die Erlöse des Ernährungsgewerbes um 30 bis 50 Prozent. Im Landkreis Ammerland und in der Stadt Wilhelmshaven gab es Umsatzzuwächse von 10 bis 30 Prozent. Ein Umsatzplus von bis zu 10 Prozent meldeten die Landkreise Friesland, Oldenburg, Wesermarsch sowie die Stadt Oldenburg.

Rund 14.400 Mitarbeiter arbeiteten in 80 Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten. Die Mitarbeiterzahl nahm gegenüber dem Vorjahreszeitraum geringfügig um 0,2 Prozent ab.

 

ernaehrungsgewerbeumsatz_2.jpg

nach oben Der Report als Pdf-Dokument



Fahrzeugbau: Hoher Exportanteil
fahrzeugbau_karte.jpg
Der Fahrzeugbau, der die Hersteller von Kraftfahrzeugen und –teilen, den Luftfahrt- sowie den Schiffbau umfasst, ist ein wichtiger Industriezweig im Oldenburger Land. 11 Prozent des Industrieumsatzes im IHK-Bezirk und über 8.000 Beschäftigte entfallen auf diese Branche (2011). Ein hoher Prozentsatz des Umsatzes wird im Ausland erzielt.

Der Flugzeugbau ist in Nordenham und Varel konzentriert und bestimmt in den jeweiligen Landkreisen den Industrieumsatz erheblich mit. Hier sind in den nächsten Jahren hohe Investitionen in die zukunftsträchtige Verbundstoffproduktion notwendig, um an Folgeaufträgen der Flugzeughersteller mitwirken zu können.

Der Schiffbau ist an der Unterweser angesiedelt. Die Werften haben sich u.a. auf Rettungsboote und Yachtbau spezialisiert und sind erfolgreich in Nischenmärkten tätig.

Wirtschaftsentwicklung 1. Halbjahr 2011:  Umsatz leicht gestiegen
Die regionalen Kraftfahrzeughersteller verbuchten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 einen kräftigen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 13,5 Prozent. Der Umsatz stieg um 43 Millionen auf 356 Millionen Euro. Die Nachfrage nach Pkw bzw. Nutzfahrzeugen ist nach dem Rückgang im vergangenen Jahr kräftig angezogen. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt.

Der sonstige Fahrzeugbau, also Schiffs- und Flugzeugbau, berichteten nach wir vor von guten Auftragsbeständen. Dennoch gab es hier im ersten Halbjahr 2010 einen geringfügigen Erlösrückgang von rund 0,7 Prozent auf 652 Millionen Euro (-4 Millionen Euro).

Ein deutliches Umsatzplus von 30 bis 50 Prozent erzielten die Automobil-Zulieferer im Landkreis Cloppenburg. Ebenfalls Zuwächse gab es in der Stadt Wilhelmshaven (zwischen 10 und 30 Prozent) und im Landkreis Friesland (bis zu 10 Prozent). Deutliche Rückgänge meldete hingegen der Fahrzeugbau in den Landkreisen Wesermarsch (zwischen -10 und -30 Prozent) und Oldenburg (zwischen -30 und- 50 Prozent).

Die Zahl der Beschäftigten im gesamten Fahrzeugbau (Unternehmen ab 50 Beschäftigten) nahm um 2,3 Prozent auf rund 8700 Personen zu. Der Anstieg ist auf die Kfz-Zulieferer zurückzuführen, deren Personalbestand um 3,8 Prozent wuchs. Im sonstigen Fahrzeugbau gab es gegenüber dem Vorjahreszeitraum rund 1,7 Prozent mehr Mitarbeiter.

.


fahrzeugbauumsatz_2.jpg
nach oben Der Report als Pdf-Dokument



Hafenwirtschaft: Rückgrat der Energieversorgung und Ernährungswirtschaftkarte_hafenwirtschaft.jpg

Die vier See- und Binnenhäfen – Wilhelmshaven, Nordenham, Brake und Oldenburg – bilden die wirtschaftliche Basis für cirka 200 hafenaffine Unternehmen im IHK-Bezirk. Hierzu zählen die See-, Binnen- und Küstenschifffahrt, der Boots- und Yachtbau, aber auch Speditionen, Frachtumschlagsunternehmen und die Seehafenbetriebe. Dabei haben sich die Seehäfen bislang auf Seegüterteilmärkte wie Massengüter, massenhafte Stückgüter (Breakbulk), Ro-Ro- und Automobilumschlag sowie Projektladung spezialisiert. Hierzu zählt auch der Umschlag von Futtermitteln in Brake und Oldenburg für die im Nordwesten ansässige Ernährungswirtschaft, ebenso wie die Verladung von Windkraftanlagen oder die Verschiffung von Flugzeugteilen. Hierbei erfüllen Wilhelmshaven und Nordenham eine existenziell wichtige Aufgabe bei der Versorgung Deutschlands mit Rohöl- und Mineralölprodukten sowie Kohle für die Energiegewinnung.

Die Werftindustrie an der Unterweser und in Wilhelmshaven verfügt über ein großes Know-how im Bau von Spezial- und Behördenschiffen, Großyachten und Passagierseglern.

Wirtschaftsentwicklung 1. Halbjahr 2011: Güterumschlag gesunken
Aufgrund weiterhin fehlender Volumina von flüssigen Massengütern wie Rohöl und Mineralölerzeugnissen in Wilhelmshaven liegt der Gesamtumschlag im Seeverkehr der oldenburgischen Seehäfen im ersten Halbjahr 2011 mit rund 15,4 Millionen Tonnen (t) unter dem Ergebnis des vergleichbaren Vorjahreszeitraums (ca. 18,6 Millionen t). Es gab aber Zuwächse in den Unterweserhäfen Brake und Nordenham.

So steigerte der Hafen Brake seinen Güterumschlag mit rund 2,7 Millionen t im Seeverkehr gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent (1. Halbjahr 2010: 2,3 Millionen t). Dazu trug vor allem der Umschlag von Agrarprodukten und Futtermitteln bei. Auch der Umschlag von Zellulose sowie von Projektladungen (z. B. Komponenten der Windenergieindustrie) verzeichnete deutliche Zuwächse. 

Positive Impulse für die weitere Hafenentwicklung werden durch die Fertigstellung eines zweiten
Liegeplatzes am Niedersachsenkai Ende dieses Jahres sowie die Unterweseranpassung auf 12,80 m Tiefe erwartet. Diese Maßnahme soll im Herbst begonnen und nach neun Monaten abgeschlossen werden.

Für Nordenham vermeldete die Marketinggesellschaft der niedersächsischen Seehäfen Seaports of Niedersachsen GmbH im 1. Halbjahr 2011 ein Umschlagsplus von 11% im Seeverkehr auf 1,9 Millionen t (ca. 1,7 Millionen Tonnen im 1. Halbjahr 2010).

Wegen der Raffineriestilllegung ging der Umschlag in Wilhelmshaven im 1. Halbjahr 2011 um rund 16 Prozent auf 10,8 Millionen t gegenüber dem Vorjahreszeitraum (12,8 Millionen t) zurück. Leicht positiv entwickelte sich hingegen der Umschlag fester Massengüter (+4%). Mittelfristig wird Wilhelmshaven mit der Ertüchtigung der Niedersachsenbrücke bis Ende dieses Jahres und dem Start des JadeWeserPorts Mitte 2012 wieder auf Wachstumskurs zurückkehren.

In Oldenburg wurden mit 55.800 t ca. 5 Prozent weniger Seegüter umgeschlagen. Der Binnenumschlag wuchs aber um 15 Prozent auf rund 500.000 t.



seehafenumschlag_2.jpg

nach oben Der Report als Pdf-Dokument



Kunststoffindustrie: Wichtige Zulieferindustrie
kunststoffindustrie_karte.jpg
Die regionalen Kunststoffverarbeiter sind als Vorleistungsgüterproduzenten heterogen aufgestellt und bieten eine Vielzahl von Produkten an. Hergestellt werden unter anderem Bauelemente, Spritzgussteile, Tiefziehteile oder Verpackungsmaterialien für die Lebensmittelindustrie. Zudem hat ihre Bedeutung als Zulieferer für die Automobilindustrie in den letzten Jahren zugenommen. Namhafte Produzenten sind in der Region angesiedelt.

Die Kunststoffindustrie ist in hohem Maße abhängig von der Entwicklung des Rohölpreises, der die Kostenstruktur erheblich prägt. Vor allem kleinere Zulieferer mit hoher Materialeinsatzquote sind am stärksten von Rohstoffpreiserhöhungen betroffen.

Daher steht diese Branche unter ständigem Anpassungs- und Rationalisierungsdruck.  Allerdings hat die regionale Kunststoffindustrie in den letzten Jahren an internationaler Wettbewerbsfähigkeit gewinnen können, wie der gestiegene Exportanteil am Umsatzvolumen beweist. Aktuell erwirtschaftet die Branche neun Prozent des Industrieumsatzes und beschäftigt rund 15 Prozent der in der Industrie tätigen Personen im IHK-Bezirk.

Die Kunststoffindustrie ist vornehmlich im Landkreis Vechta konzentriert, Betriebe finden sich aber auch in den Landkreisen Ammerland und Wesermarsch.

Wirtschaftsentwicklung 1. Halbjahr 2011: Umsatz deutlich gestiegen
Die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren ab 50 und mehr Beschäftigten im Oldenburger Land verzeichneten im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein kräftiges Umsatzplus von 17,2 Prozent auf 957 Millionen Euro (+140 Millionen Euro). Dieser Anstieg ist auch auf das gut verlaufende Auslandsgeschäft zurückzuführen. Der Exporterlös nahm ebenfalls um 17,2 Prozent zu. Insgesamt wurde ein Auslandsvolumen von 305 Millionen erzielt.

Seit dem Höhepunkt der Krise im ersten Halbjahr 2009 haben die Unternehmen der Kunststoffindustrie ihren Umsatz um fast 270 Millionen Euro erhöhen können.

Allerdings nehmen die Sorgen im Hinblick auf die Rohstoffkos-ten zu. Der Ölpreis hat in den vergangenen Monaten kräftig angezogen. Das hat die Ertragslage belastet.

Die Kunststoffindustrie in den Landkreisen Ammerland, Cloppenburg und Vechta erzielte ein Umsatzplus von 10 bis 30 Prozent. In den Städten Delmenhorst und Oldenburg gab es einen Erlöszuwachs von bis zu 10 Prozent.

Die Zahl der Beschäftigen stieg kräftig. In den 37 Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten waren rund 8.600 Mitarbeiter tätig, ein Plus von sieben Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden damit rund 600 neue Arbeitsplätze geschaffen.


kunststoffindustrieumsatz_2.jpg

nach oben Der Report als Pdf-Dokument



Maschinenbau: Nach der Krise wieder Tritt gefasstmaschinenbau_karte.jpg

Der Maschinenbau spielt im IHK-Bezirk eine wichtige Rolle. Rund sechs Prozent der gesamten Industrieumsatzes im Oldenburger Land erwirtschaftet dieser Industriezweig im Jahr 2009. Bis 2008 konnte das Exportgeschäft deutlich ausgebaut werden. Mit der Wirtschaftskrise 2009 hat sich allerdings der Export  deutlich reduziert.

Durch die Streuung der Unternehmen über das ganze Oldenburger Land unterscheidet sich diese Branche von den anderen großen Industriebranchen. Besonders stark vertreten sind – aufgrund der dominanten Stellung des Ernährungsgewerbes – die Maschinenbauer für land- und forstwirtschaftliche Geräte. Sie sind vornehmlich in den Landkreisen Oldenburg, Vechta und Cloppenburg angesiedelt. Der Schwermaschinenbau befindet sich in Delmenhorst und Wilhelmshaven. Zulieferer für die Luftfahrt und den Schiffsbau finden sich in den Landkreisen Ammerland, Friesland und Wesermarsch.

Wirtschaftsentwicklung  1. Halbjahr 2011: Umsatz kräftig gestiegen
Der regionale Maschinenbau hat im ersten Halbjahr 2011 das Umsatzniveau gegenüber dem Vorjahreszeitraum kräftig steigern können. Der Umsatz nahm deutlich um 31,6 Prozent auf  671 Millionen Euro zu (+160 Millionen Euro).

Das Exportgeschäft stieg um 39,2 Prozent auf 323 Millionen Euro. Vom Umsatzniveau vor der Krise (erstes Halbjahr 2008: 819 Millionen Euro) sind die Maschinenbau-Unternehmen jedoch noch weit entfernt.

Nennenswerte Umsatzzuwächse gab es in den Landkreisen Vechta und Oldenburg. Hier betrug das Umsatzplus zwischen 30 und 50 Prozent. Im  Landkreis Cloppenburg und in der Stadt Delmenhorst gab es Umsatzzuwächse zwischen 10 und 30 Prozent.

Der Beschäftigungsaufbau hält unvermindert an. In den 38 Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern stieg der Personalbestand um 5,2 Prozent. Über 300 neue Arbeitsplätze wurden gegenüber dem Vorjahreszeitraum geschaffen. Im Halbjahresdurchschnitt waren rund 6380 Personen in den Maschinenbau-Unternehmen tätig.

 

maschinenbauumsatz_2.jpg

nach oben Der Report als Pdf-Dokument

Ansprechpartner/in

Jürgen Thomas
Sachbearbeiter

Telefon: 0441 2220-403
Fax: 0441 2220-5403
Zentrale: 0441 2220-0
E-Mail schreiben
Ansprechpartner/in von A bis Z