Topnavigation

Wir über uns   |   Presse & Publikationen   |   Impressum   |   Übersicht   |   RSS-Feed   |   Kontakt

Seiteninhalt

Küstenautobahn (A22)

A 22 unverzichtbar

Die Küstenautobahn ist zur Vernetzung der norddeutschen Wirtschaftsstandorte unverzichtbar. Das unterstreicht der Niedersächsische Industrie- und Handelskammertag (NIHK). Er fordert deshalb, dass die Ostseeautobahn A 20 ab der Elbquerung als A 22 zu einer durchgängigen Küstenautobahn vollendet wird.

Für die Fortsetzung der Autobahn A 20, die entlang der Ostseeküste bis zur Elbquerung bei Glückstadt verläuft, waren zwei Varianten in der Diskussion. Am 4. Februar 2009 wurde das Raumordnungsverfahren für die Küstenautobahn A 22 mit der landesplanerischen Feststellung abgeschlossen. Sie führt vom Wesertunnel bei Nordenham über die Kreuzung der A 29 bei Jaderberg bis zur A 28 östlich von Westerstede.

Für die norddeutsche Wirtschaft ist die Schaffung einer Küstenmagistrale unverzichtbar. Mit dieser „Maritima“ würde eine durchgängige Verbindung der norddeutschen Küstenländer mit den Wirtschaftsstandorten im Ruhrgebiet, den Benelux-Staaten und dem weiteren Westeuropa, mit Skandinavien sowie mit Polen und dem übrigen Osteuropa geschaffen. Gerade vor dem Hintergrund eines weiter zusammenwachsenden Europas mit einer Ausweitung der Europäischen Union nach Osten und dem damit zu erwartenden steigenden Ost-West-Verkehr ist die Vernetzungsqualität der Standorte von wachsender Bedeutung für die räumliche und wirtschaftliche Entwicklung der Regionen.

Bei einer aktuellen Befragung von Unternehmen im gesamten Nord-Niedersachsen gaben 93 % der 491 Unternehmen an, eine A 22 sei wesentlich wichtiger als eine A 20 nach Sittensen. Die Befragung zeigt auch die enorme Bedeutung, die die A 22 haben wird: Für etwa 28 % aller Transporte Nordniedersachsens wird sie benötigt. Gerade für die in Nord-Niedersachsen stark vertretene Chemische Industrie und Luftfahrindustrie (Airbus) ist die bessere Vernetzung der Standorte extrem wichtig. Hierin liegen z.Zt. die größten Wettbewerbsnachteile der Region. Auch für den zukünftigen JadeWeserPort ist eine hochwertige Hinterlandanbindung zwingend erforderlich, so der NIHK.

Z
wischen den Hafenstandorten Hamburg, Bremen, Bremerhaven und Lübeck und den niedersächsischen Häfen besteht ein erheblicher Austauschbedarf, der mit dem Bau des deutschen Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven weiter steigen wird. Die meisten großen Schiffe laufen nur einzelne Häfen an. Ein großer Teil der Weiterverteilung erfolgt auf andere Häfen oder ins Hinterland mit dem Lkw. Die norddeutschen Häfen brauchen deshalb eine leistungsfähige Hinterlandanbindung insbesondere auch in Ost-West-Richtung.

Auch als Tourismusregion könnte die norddeutsche Küste von einer A 22 wesentlich profitieren. Durch die Zunahme von Kurzurlaubern und durch steigenden Autowander-Tourismus entlang der Küste ist eine schnelle Verbindung der Küstenstandorte untereinander notwendig. Hinzu kommt die wesentlich bessere Anbindung an den „Markt“ Ruhrgebiet. Dabei beschränken sich diese Vorteile keinesfalls nur auf Niedersachsen. Auch die Anbindung Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns würde sich erheblich verbessern. Die A 22 würde zu einer Entlastung der A 1 beitragen. Auch bei einem durchgängigen sechsstreifigen Ausbau kann die A 1 die zu erwartenden Zusatzverkehre nicht aufnehmen.

Ansprechpartner

Dr. Michael Ahrens
Stellv. Hauptgeschäftsführer

Telefon: 0441 2220-400
Fax: 0441 2220-5401
Zentrale: 0441 2220-0
E-Mail schreiben
Ansprechpartner von A bis Z