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A1-Ausbau kommt voran


Die A 1 ist die zentrale Lebensader für den Wirtschaftsverkehr zwischen Nord- und Westdeutschland. Täglich rollen auf ihr bis zu 70 000 Fahrzeuge. Werktags sind davon bis zu 25 Prozent Lkw. Dies ist einer der höchsten Lkw-Anteile in der Bundesrepublik. Um die Strecke zu ertüchtigen, haben die an der A 1 von Hamburg bis Dortmund gelegenen Kammern gemeinsam eine Initiative mit dem Ziel eines durchgehend sechsstreifigen Ausbaus gestartet.

Die Finanzierung zum privaten Bau und Betrieb des 73 Kilometer langen Autobahnteilstücks zwischen dem Buchholzer Dreieck und dem Bremer Kreuz wird von der Projektgesellschaft A1 Mobil, bestehend aus Bilfinger Berger, Mannheim (42,5 Prozent), Laing Roads Ltd. (42,5 Prozent) und Johann Bunte, Papenburg (15 Prozent), durchgeführt. Für den Ausbau und den Betrieb erhält das Konsortium einen Teil der auf diesem Abschnitt anfallenden LKW-Maut. Beginn der 30jährigen Konzession war der 4. August 2008. Nach der 30-jährigen Betreiberphase geht die Autobahn in den Besitz der Bundesrepublik Deutschland über.

Die planrechtliche Absicherung wurde in sieben Planfeststellungsverfahren zwischen August 2001 (Einleitung des ersten Verfahrens) und Januar 2006 (letzter Planfeststellungsbeschluss) herbeigeführt. Sechs der sieben Beschlüsse sind bereits unanfechtbar; lediglich gegen den Beschluss im Abschnitt von östlich der Anschlussstelle Stuckenborstel bis östlich der Anschlussstelle Oyten wird vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg geklagt, jedoch ohne aufschiebende Wirkung für die Baumaßnahme.

Für den Abschnitt zwischen dem AD Ahlhorner Heide und der AS Cloppenburg ist der Planfeststellungsbeschluss vom November 1999 seit Februar 2005 unanfechtbar. Die Arbeiten sind für die Jahre 2009 und 2010 disponiert und mit Baukosten in Höhe von 12 Millionen Euro veranschlagt. Im Jahr 2009 erfolgt zunächst der Anbau des Standstreifens entlang der Richtungsfahrbahn Osnabrück einschließlich notwendiger Lärmschutz- und Entwässerungsanlagen. 2010 erfolgen diese Arbeiten analog an der Richtungsfahrbahn Bremen.

Für den Abschnitt AS Cloppenburg bis AS Vechta ist der Planfeststellungsbeschluss vom November 1999 seit Februar 2005 unanfechtbar. Mit dem Bau soll im Jahr 2010 begonnen werden.

Im Abschnitt AS Vechta bis AS Lohne-Dinklage wurde die Richtungsfahrbahn Bremen 2008 ausgebaut, die Richtungsfahrbahn Dortmund folgt 2009. Im Zusammenhang mit der Fahrbahnverbreiterung wird in beiden Fahrtrichtungen der Rastplatz Vechta erweitert und zur PWC-Anlage ausgebaut. Die Baukosten betragen voraussichtlich rund 37 Millionen Euro.

Für die mittleren Abschnitte AS Lohne/Dinklage bis AS Neuenkirchen/Vörden und AS Neuenkirchen/Vörden bis AS Bramsche wurde im August 2006 der Planungsauftrag erteilt. Der Vorentwurf hierzu soll Ende 2009 fertiggestellt sein. Die Projektkonferenz für den Abschnitt fand am 5. November 2008 beim Landkreis Vechta statt.Im bereits planfestgestellten Bereich zwischen der AS Bramsche und der AS Osnabrück-Nord werden seit 2007 bis Mitte 2009 zwei neue Brückenbauwerke errichtet. Ab Frühjahr 2009 erfolgt auch hier der sechsstreifige Ausbau im Rahmen eines Pilotprojektes mit verkürzten Bauzeiten und Arbeiten im 24-Stunden-Betrieb.

Mit Mitteln aus dem „Anti-Stau-Programm“ wurde der Abschnitt zwischen AS Osnabrück-Nord bis AK Lotte/Osnabrück für 69 Mio. Euro sechsstreifig ausgebaut.

Weitere Informationen auf den Internetseiten der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Ansprechpartner

Dr. Michael Ahrens
Stellv. Hauptgeschäftsführer

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