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Fußball-WM 2018 in Russland eröffnet Geschäftschancen

Russland trägt die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 aus. Um das Land für den World Cup fit zu machen, werden rund 50 Mrd. US-Dollar gebraucht. Mit fast 4 Mrd. US-Dollar entfällt ein beachtlicher Teil davon auf den geplanten Neubau von 13 Fußballstadien sowie die Renovierung von drei weiteren Sportstätten.

Da sich deutsche Unternehmen beim WM-Stadionbau in Südafrika bereits einen guten Namen gemacht haben, erwartet Germany Trade and Invest, dass deutschen Firmen in erheblichem Ausmaß Aufträge aus Russland winken. Gebaut werden soll von 2011 bis 2017. Eröffnungspiel und Finale werden im Moskauer Luschniki-Stadion ausgetragen.

Finanziert werden die Investitionen vor allem aus dem russischen Staatshaushalt. Beim Moskauer Dinamo-Stadion tritt eine Bank als Investor auf, das Spartak-Stadion finanziert der dort spielende Fußballklub. In Sankt Petersburg ist die WM-Arena bereits im Bau, an deren Finanzierung sich Gasprom beteiligt.

Rund um die Sportstätten wird darüber hinaus Infrastruktur gebraucht: Erst vier Stadien haben laut Weltfußballverband Fifa genügend Parkplätze für den zu erwartenden Besucheransturm. Es fehlen auch moderne Trainingsplätze für die Mannschaften.

Die 13 russischen WM-Standorte liegen zwischen Kaliningrad im Westen und Jekaterinburg hinter dem Ural im Osten. Zwischen beiden Städten liegen 3.100 Kilometer. Vor diesem Hintergrund könnte die Weltmeisterschaft das ehrgeizige Infrastruktur-Programm des Landes beflügeln, denn die Fans reisen ihren Mannschaften bei Weltmeisterschaften gerne hinterher. Dieses Städte-Hopping erfordert den Ausbau des Autobahnnetzes um rund 7.700 Kilometer, ferner werden etwa 2.000 Schienenkilometer gebraucht.

Die Veranstalter rechnen mit 3,1 Millionen verkaufen Tickets und einer entsprechenden Zahl an Übernachtungen. Gerade kleinere Austragungsorte wie Jaroslawl oder Saransk müssen neue Unterkünfte planen. Außerdem fehlen Team-Hotels.

Das Internet-Special „Datenbank-Recherche“ bietet unter www.gtai.de ausführliche Informationen zu dem Thema.

Ansprechpartner/in

Anna-Daniela Arians
Referentin

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