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Industriereport veröffentlicht

Industrie bleibt Taktgeber 2012

Die Industrie bleibt Taktgeber bei den Investitionen in Deutschland. 2012 rechnet die IHK-Organisation mit rund 60.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen in der Industrie sowie mit einem Anstieg der Industrieproduktion um 0,5 Prozent.

 

 

Die wichtigsten Ergebnisse lauten:

  • Die Industrieunternehmen schätzen ihre Lage weiterhin gut ein. Zwar zeigen sich erste Bremsspuren, aber die Industrie weist im Vergleich der Wirtschaftszweige weiterhin die beste Lagebewertung auf.  Die Auftragsbestände in der Industrie sind weiterhin hoch.
  • Das Verarbeitende Gewerbe erwartet zukünftig ein verlangsamtes Wachstum. 22 Prozent der Industrieunternehmen erwarten eine Verbesserung der geschäftlichen Lage in den nächsten Monaten (Frühsommer 2011: 38 Prozent). Der Antwortensaldo aus „besser“ und „schlechter“ Antworten geht zum zweiten Mal in Folge zurück – von 30 auf fünf Prozentpunkte (Maximum vom Jahresbeginn: 32 Punkte).
  • Die Exporterwartungen der Industrieunternehmen gehen zurück. Trotz des verlangsamten Ausfuhrtempos besteht aber kein Anlass für einen Abgesang auf die Exportwirtschaft. Die deutschen Unternehmen sind nicht von einzelnen Märkten abhängig. In den aufstrebenden Regionen Asiens, Lateinamerikas, aber auch in Teilen Osteuropas sind die Wachstumskräfte noch immer intakt. Über die Hälfte der Unternehmen geht von einem gleich bleibenden Tempo ihrer Ausfuhrentwicklung in den nächsten Monaten aus (57 Prozent).
  • Die Industrie bleibt tonangebend bei den Investitionen, wenngleich auf niedrigerem Niveau. Der Investitionssaldo sinkt um 13 auf plus 15 Punkte. Damit zeigt er zwar die größte Anpassung nach unten, bleibt aber der höchste Wert aller Wirtschaftszweige. Drei von zehn Industrieunternehmen planen zusätzliche Investitionen. Die Sorgen um die konjunkturelle Entwicklung in der EU und über die Lösung der Staatsschuldenkrise schlagen sich jedoch zunehmend auch in der Investitionsneigung der Unternehmen nieder.
  • Die Industrieunternehmen wollen weiter einstellen, wenngleich mit etwas weniger Tempo. Mit ihren Beschäftigungsplänen bleiben sie im Vergleich der Wirtschaftszweige dabei überdurchschnittlich expansiv – nicht zuletzt, weil Rationalisierungen als Investitionsmotiv deutlich in den Hintergrund treten. 21 Prozent der Industrieunternehmen wollen Beschäftigung aufbauen und 68 Prozent ihre Belegschaft halten. Gleichzeitig nehmen die Probleme der Betriebe weiter zu, geeignete Fachkräfte für die offenen Stellen zu finden.

 

Weitere Details siehe Infobox (Downloads)

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