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IHK-Fortbildungsabsolventen ohne Abitur aufs Studium vorbereiten

Mit InOS gut vorbereitet ins Studium an der Universität Oldenburg

Durch die Änderung des Niedersächsischen Hochschulgesetzes im Juni 2010 wurde der Zugang zur Universität für beruflich Qualifzierte ohne Abitur erheblich erweitert. Im Rahmen des Modellvorhabens „Offene Hochschule“ wurden in den vergangenen Jahren zudem verschiedene Anrechnungsmöglichkeiten von Fortbildungsqualifikationen geschaffen, die eine Studienverkürzung erlauben.

Soweit, so gut. Doch mancher stellt sich die Frage: Fühle ich mich einem Studium gewachsen? Um dieser Sorge entgegenzuwirken, werden berufsqualifizierte Studieninteressierte künftig schon in der Phase der Studienentscheidung individuell begleitet. Dazu entwickelt der Arbeitsbereich Weiterbildung und Bildungsmanagement und das Center für lebenslanges Lernen (C3L) der Universität Oldenburg in den kommenden drei Jahren umfangreiche Unterstützungsangebote. Mit dabei ist das Institut Technik und Bildung der Universität Bremen sowie regionale Kooperationspartner, darunter die Oldenburgische IHK. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Erstmalig zum Einsatz kommen die Angebote im berufsbegleitenden Bachelor-Studiengang „Business Administration in mittelständischen Unternehmen“ an der Universität Oldenburg.

Das „Individualisierte Online-Studienvorbereitungsprogramm für beruflich Qualifizierte (InOS)“ setzt auf drei Bausteine:

  1. Eine individuelle Studienberatung soll schon bei der Studienentscheidung über Anrechnungsmöglichkeiten von Abschlüssen informieren. Je nach Fortbildungsabschluss kann sich das Studium für beruflich Qualifizierte um bis zu drei (von insgesamt acht) Teilzeitsemestern verringern.
  2. „Wir möchten bei der Beratung mögliche Kenntnislücken identifizieren, um dann passgenaue Professionalisierungsmodule zu empfehlen“, erklärt der Oldenburger Weiterbildungsexperte Prof. Dr. Olaf Zawacki-Richter, der die mediendidaktische Konzeption und Umsetzung in Kooperation mit dem C3L leitet. „Diese Module vermitteln bereits erste Studieninhalte und werden im späteren Studium angerechnet.“ Um den berufstätigen Lernenden eine weitgehend zeit- und ortsunabhängige Studienorganisation zu ermöglichen, wechseln sich bei der Durchführung der Module Präsenztage und internetgestützte Lernphasen ab.
  3. Die Erstellung eines E-Portfolios leitet Studierende an, sich eigener Kompetenzen bewusst zu werden, diese zu reflektieren und dokumentieren. Die Studierenden werden zu aktiven Experten und Autoren ihrer Lern- und Entwicklungsbiographien. Die so erfassten informell erworbenen Kompetenzen können bei Aufnahme des Studiums mit bis zu 40 KP angerechnet werden.

Kooperationspartner im Projekt sind die Oldenburgische IHK, die IHK für Ostfriesland und Papenburg, die wisoak der Arbeitnehmerkammer Bremen und das Wolfgang Schulenberg-Institut für Bildungsforschung und Erwachsenenbildung.

Ansprechpartner Universität Oldenburg: Stefanie Brunner
E-Mail: stefanie.brunner@uni-oldenburg.de
Ansprechpartner Oldenburgische IHK: Manfred Baum
E-Mail: manfred.baum@oldenburg.ihk.de

 

Ziel: In der individuellen Studienberatung werden anrechenbare Kompetenzen identifiziert, die das Studium verkürzen können. Zur Studienvorbereitung werden passgenaue Professionalisierungsmodule empfohlen.

Ansprechpartner/in

Manfred Baum
Referent

Telefon: 0441 2220-423
Fax: 0441 2220-5423
Zentrale: 0441 2220-0
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Ansprechpartner/in von A bis Z