Seiteninhalt
Credit-Points für IHK-Fortbildungsabschlüsse
Anrechnung verkürzt Studienzeit
Mit dem BMBF-Projekt ANKOM „Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge“ wurde eine stärkere Durchlässigkeit der Bildungssysteme erlangt. Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes ANKOM stand die Erarbeitung eines Verfahrens, das einen methodisch abgesicherten Äquivalenzvergleich zwischen beruflichen Fortbildungen und Hochschulstudiengängen erlaubt. Innerhalb der ANKOM-Initiative entwickelten die Universität Oldenburg und das Wolfgang Schulenberg-Institut gemeinsam mit der Oldenburgischen IHK, der IHK in Emden und der Handelskammer Bremen als einziges ANKOM-Projekt von 13 Bundesprojekten ein anerkanntes wissenschaftlich fundiertes Verfahren.
Als sogenanntes „Oldenburger Modell“ ist ein geregeltes Anrechnungsverfahren entwickelt worden, das sowohl wissenschaftlich fundiert und qualitätsgesichert, als auch praktikabel durchführbar ist. Das Verfahren besteht aus einem inhaltlichen Abgleich der jeweils in beiden Bereichen vermittelten Lernergebnisse. Es erfasst die Bereiche der Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen. Auf Basis der entwickelten Instrumente wird eine darauf beruhende Anrechnungspauschale für einen jeweils beruflichen Fortbildungsabschluss (IHK) ermittelt. Als erste Hochschule in Deutschland eröffnete die Universität Oldenburg Möglichkeiten der pauschalen Anrechnung von IHK-Weiterbildungen. Das pauschale Anrechnungsverfahren wurde ab 2007 für den Studiengang „Business Administration“ an der Universität Oldenburg implementiert. Die Gleichwertigkeiten und Äquivalenzpotenziale zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung erzeugen Synergieeffekte für beide Bildungsbereiche bei der Qualifizierung von Fach- und Führungskräften.
Ein IHK-Fortbildungsabschluss nach dem anderen wurde nach dem Oldenburger Modell durchgegangen. Führungskräften mit den IHK-Fachweiterbildungen geprüfte/r Bilanzbuchhalter/in, geprüfte/r Versicherungsfachwirt/in, geprüfte/r Betriebswirt/in, Betriebswirt/in (IHK), geprüfter Industriemeister/in sowie geprüfte/r Industriefachwirt/in wird eine Verkürzung des berufsbegleitenden Studiums um bis zu drei Semester gewährt. Das bringt gleichermaßen Vorteile für Teilnehmer und Unternehmen.
Ausgehend von diesem Erfolg des ANKOM-Projektes wird das Anrechnungsverfahren weiterentwickelt. Weitere IHK-Abschlüsse werden derzeit nach dem neuen Verfahren geprüft. Ziel ist es, die pauschale Anrechnung auf weitere Bachelor-Studiengänge in Niedersachsen zu erreichen. Auch auf Bundesebene besteht Interesse an diesem einmaligen Projekt, wonach sich bereits etliche Hochschulen anlehnen.
Die stärkere Verzahnung von Hochschulbildung und Weiterbildung steht im Mittelpunkt des aktuellen Projekts „Offene Hochschule“ der Universität Oldenburg, das als Modellvorhaben vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur bis zum Jahr 2012 mit rund einer Million Euro gefördert wird. Es sollen jetzt neue Möglichkeiten und Schritte zur Verbesserung der Übergänge zwischen beruflicher Bildung und Hochschulbildung erkundet werden. Weitere Schwerpunkte liegen in der verstärkten Zusammenarbeit mit Anbietern aus der Weiter- und Erwachsenenbildung. Das Projekt knüpft an das Förderprogramm „Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge (ANKOM)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung an.
Pauschale Anrechnung:
Geprüfte/r Industriefachwirt/in 40 KP (5Module)
Geprüfte/r Industriemeister/in 24 KP (3 Module
Betriebswirt/in (IHK) 16 KP (2 Module)
Betriebswirt/in (IHK) in Kombination
mit gepr. Industriefachwirt/in 64 KP (8 Module)
Betriebswirt/in (IHK) in Kombination
mit gepr. Industriemeister/in 40 KP (5 Module)
Geprüfte/r Betriebswirt/in (neu) 24 KP (3 Module)
Geprüfte/r Versicherungsfachwirt/in 48 KP (6 Module)
Geprüfte/r Bilanzbuchhalter/in 40 KP (5 Module)
Wirtschaftsfachwirt 32 KP (4 Module)
Ansprechpartner/in
Referent
Telefon: 0441 2220-423
Fax: 0441 2220-5423
Zentrale: 0441 2220-0
E-Mail schreiben










