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Studie zu Maßnahmen gegen Fachkräftemangel

Oldenburger Land mit besten Voraussetzungen

Im Jahr 2030 werden deutlich weniger Erwerbspersonen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen – wenn nicht gegengesteuert wird, fehlen in Niedersachsen dann über eine halbe Million, im Oldenburger Land (ohne Landkreis Friesland) über 24.000 Fachkräfte. Das zeigt eine Studie des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie (LSKN), erstellt im Auftrag des Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertages (NIHK).

„Im Oldenburger Land sind allerdings die Voraussetzungen, mit gezielten Maßnahmen erfolgreich gegenzusteuern, außerordentlich gut - vorausgesetzt, die Politik hält an beschlossenen Maßnahmen fest und ergreift weitere", kommentiert Dr. Joachim Peters, Hauptgeschäftsführer der Oldenburgischen IHK, die Studie.

Die Modellrechungen des LSKN zeigen, wie drei ausgewählte Maßnahmen geeignet sind, den Rückgang der Erwerbspersonen zu stoppen beziehungsweise zu mildern. Untersucht wurde, wie sich die Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre, eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen sowie ein frührer Einstieg in den Beruf auf die kommende Erwerbslücke auswirken würden.

Im Vergleich zu den anderen Regionen Niedersachsens hätte jede dieser Maßnahmen für den Bezirk der Oldenburgischen IHK den höchsten positiven Effekt. „Das unterstreicht die demografische, aber auch wirtschaftliche Stärke unserer Region", so Peters.

„Allein die Erhöhung des Rentenalters könnte den Rückgang der Erwerbspersonen im Oldenburger Land nicht nur vermeiden. Vielmehr würden im Jahr 2030 sogar mehr Personen als bisher dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen", erklärt Peters. Daher sei ein Festhalten an der beschlossenen Erhöhung unbedingt notwendig. Auch eine höhere Erwerbsbeteiligung der Frauen – wenn wie im Modell angenommen die derzeitige Differenz der Erwerbsquoten zwischen Männern und Frauen bis zum Jahr 2030 halbiert würde – könnte den Rückgang an Arbeitskräften in unserer Region mehr als kompensieren. Peters: „Und ein allgemein früherer Berufseinstieg könnte den Rückgang an Fachkräften zumindest um ein Viertel mildern".

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