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Einstiegsqualifizierung: eine Erfolgsstory
Im Rahmen des Nationalen Pakts für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs wurde 2004 das Instrument Einstiegsqualifizierung (EQ) geschaffen. Den Jugendlichen, die auch über die Nachvermittlungsaktionen im Herbst keinen Ausbildungsplatz erhalten haben, wird als Brücke in die Berufsausbildung eine betrieblich durchgeführte Einstiegsqualifizierung von sechs bis zwölf Monaten angeboten werden.
Die Wirtschaft hat sich im Ausbildungspakt verpflichtet, jährlich 30.000 solcher Plätze bereitzustellen. Die öffentliche Hand beteiligt sich durch die Erstattung der Vergütung bis zu einer Höhe von 216 Euro monatlich zuzüglich 109 Euro für die Sozialversicherung der Jugendlichen.
Die Einstiegsqualifizierung hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Durch die Teilnahme an Einstiegsqualifizierungen können Jugendliche mit schlechtem Schulabschluss oder anderen Defiziten erste berufliche Erfahrungen sammeln und sich für eine reguläre Ausbildung empfehlen. Die Bewerber erhalten damit die Möglichkeit, einen Ausbildungsberuf, einen Betrieb und das Berufsleben kennen zu lernen.
Unternehmen haben die Möglichkeit, auch schwächeren Jugendlichen eine Chance auf eine betriebliche Ausbildung zu geben. Betrieben bietet sich die Chance, jungen Nachwuchs näher
kennen zu lernen. Bei einer Einstiegsqualifizierung über mehrere Monate können Jugendliche zeigen, was in ihnen steckt, und die Betriebe sehen mehr als Schulzeugnisse aussagen.
Neues Instrument evaluiert: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit hatte schon zu Beginn des EQJ-Förderprogramms ein wissenschaftliches Institut mit der Begleitforschung beauftragt. Mittlerweile liegen die Ergebnisse für den ersten EQ-Jahrgang vor:
- Die regionale Übergangsquote in Ausbildung liegt mit 72 Prozent bei den EQ-Teilnehmern rund 40-Prozentpunkte über der nicht oder anders geförderter Jugendlicher. Das Ziel „verbesserter Übergang in Ausbildung“ wird also in hohem Maße erreicht.
- Die erreichten Jugendlichen sind zu drei Vierteln der Hauptzielgruppe des Programms („nicht vermittelte Bewerber“) zuzurechnen.
- Die Befragung von Unternehmen und Kammern geben keinen Anlass zu der Vermutung, dass insgesamt Ausbildungsplätze durch EQ-Plätze verdrängt werden.
- 80 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie mit dem EQJ-Programm einen Jugendlichen über einen längeren Zeitraum in der betrieblichen Praxis kennen lernen wollen, ohne sich rechtlich zu binden. Zugleich wollen sie dem Jugendlichen helfen. Damit erhalten auch Jugendliche einen Zugang zum Ausbildungsmarkt, die ansonsten bei der Bewerbung für Ausbildungsplätze nur geringe Chancen haben.
- Insbesondere der Vergleich mit Jugendlichen, die hinsichtlich Alter, Geschlecht, Schulabschluss, Wohnort und Migrationshintergrund nahezu identische Merkmale aufweisen, belegt: Eine Einstiegsqualifizierung führt häufiger zum Ziel. Jugendliche brechen ihre EQs seltener ab als Jugendliche, die in anderen Förderungsmaßnahmen sind.
Die wissenschaftliche Begleitforschung zur Einstiegsqualifizierung zeigt, dass die Einstiegsqualifizierung ein überaus erfolgreiches Arbeitsmarktinstrument ist. Die Übergangsquote in Ausbildung wird bundesweit mit derzeit ca. 65% beziffert (vgl. GIB: Begleitforschung des Sonderprogramms des Bundes zur Einstiegsqualifizierung Jugendlicher, Abschlussbericht, Berlin 2008).
Auch im Ausbildungsajhr 2012/2013 bietet die Oldenburgische IHK wieder eine Vielzahl von Einstiegsqualifizierungen in Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben an.
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Telefon: 0441 2220-473
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