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Studien und Forschungsergebnisse

Abschlussprüfung wird meistens auf Anhieb bestanden
91,2 Prozent der rund 477.700 jungen Männer und Frauen absolvierten die Abschlussprüfungen zum Ende ihrer beruflichen Ausbildung auf Anhieb erfolgreich; die Frauen schnitten dabei noch etwas besser ab als die Männer. Dies ist das Ergebnis einer vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) vorgenommenen Auswertung der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder für das Jahr 2009. Seit einer Umstellung der Datenerhebung kann erstmals ermittelt werden, wie viele Prüflinge im ersten Anlauf die Abschlussprüfung zum Ende ihrer beruflichen Ausbildung bestehen.

Ausbilden rechnet sich
Die Berufsausbildung lohnt sich für ausbildende Betriebe, auch wenn sie zunächst Kosten verursacht. Dies ist vor allem dem Nutzen der Ausbildung zu verdanken, der durch die Übernahme der Auszubildenden erfolgt: So spart der Betrieb Kosten für die Personalgewinnung ein, und selbst Ausgebildete sind besser mit den betrieblichen Anforderungen vertraut als vom externen Arbeitsmarkt eingestellte Fachkräfte. Nicht zu vernachlässigen sind der Imagegewinn und die Attraktivität des ausbildenden Betriebes als Arbeitgeber. In einer repräsentativen Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), bei der rund 3.000 Betriebe zu Kosten und Nutzen der Ausbildung im Jahr 2007 befragt wurden, gab daher eine große Mehrheit an, dass sie mit dem Verhältnis von Aufwand und Ertrag "sehr zufrieden" bzw. "zufrieden" ist.

BiBB-Untersuchung zu zweijährigen Ausbildungsberufen
Der Anteil der neuen Ausbildungsverträge in zweijährigen Berufen betrug im Jahr 2010 bundesweit 9,7 % und es werden überwiegend junge Menschen mit niedrigen Schulabschlüssen eingestellt. Dieses führt zu einer höheren Abbrecher- und Durchfallerquote. Leider zeigt die Studie nicht, dass junge Menschen durch die zweijährigen Berufe Chancen in der Wirtschaft erhalten.

OECD-Studie: Chancengerechtigkeit in der Bildung
Laut OECD ist die Wahrscheinlichkeit unzureichender schulischer Leistungen für Schülerinnen und Schüler mit ungünstigem sozioökonomischem Hintergrund doppelt so hoch wie im Durchschnitt. Der Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen weiterzuverfolgen und Schulen mit vielen benachteiligten Schülern stärker zu unterstützen.

OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2011“
Der aktuelle OECD-Report „Education at a Glance“ zeigt für Deutschland Fortschritte, aber auch deutliche Handlungsbedarfe auf. Positiv werden u. a. die steigende Beschäftigungsquote von Absolventinnen und Absolventen des Tertiärbereichs selbst in der Konjunkturkrise sowie die überdurchschnittlich hohen Erträge öffentlicher Bildungsinvestitionen erwähnt. Weniger gut sieht es laut OECD bei der Akademikerquote, den individuellen Bildungserträgen im tertiären Bereich sowie dem Anteil der Bildungsinvestitionen am Bruttoinlandsprodukt aus. Für Deutschland kommt die OECD hier auf lediglich unterdurchschnittliche Werte. Eine Schwachstelle der Untersuchung ist, wie in den vergangenen Jahren, die Vernachlässigung der dualen Berufsausbildung als wichtige Eigenart des deutschen Bildungssystems. Insbesondere die durch die Studie gewonnene bzw. bestätigte Erkenntnis, dass höhere Bildungsinvestitionen zu höheren öffentlichen Erträgen führen, sollte dazu beitragen, dass zukünftig in allen Bereichen der Bildung mehr investiert wird.

Frauen in MINT-Berufen in Niedersachsen deutlich unterrepräsentiert
Trotz des gestiegenen Interesses von Frauen sind die MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) in Niedersachsen immer noch eine Domäne der Männer. Dies geht aus der aktuellen Studie „Frauen in MINT-Berufen in Niedersachsen“ hervor, die das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit herausgegeben hat.

Glücksempfindung durch Bildung?
Die Bertelsmann-Stiftung hat eine Studie mit dem Titel „Glück, Freude, Wohlbefinden – welche Rolle spielt das Lernen?“ herausgegeben. Befragt wurden 1.004 Personen im Alter ab 14 Jahren. Die Befragung wurde im September 2007 durchgeführt.

MINT-Report 2011: Absolventen in MINT-Fachrichtungen stark gesucht
Akademiker der MINT-Fachrichtungen – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – gehören zu den Gewinnern des Arbeitsmarkts. Dies ist ein Ergebnis des „MINT-Reports 2011 – Zehn gute Gründe für ein MINT-Studium“ so die Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln.

Niedersachsen führt bei Bachelor- und Masterstudiengängen
Niedersachsen ist mit gut 96 Prozent Umstellung der Studiengänge auf die neuen Abschlüsse führend. Dies geht aus der kürzlich veröffentlichten Publikation der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) „Statistische Daten zur Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen – Wintersemester 2009/2010“ hervor.

Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2011: Azubi-Gehälter legen deutlich zu
Die tariflichen Ausbildungsvergütungen erhöhten sich im letzten Jahr stärker als im Jahr 2010. Auch in Ostdeutschland stiegen die tariflichen Ausbildungsvergütungen 2011 deutlich mehr als im Jahr zuvor, der Abstand zum westlichen Tarifniveau hat sich weiter verringert. Zu diesen Ergebnissen kommt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in der Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen für das Jahr 2011.

Trends und Szenarien für die berufliche Ausbildung
Eine Studie vom BMBF hat ergeben, dass die Altersgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 17 und 25 Jahren um rund ein Fünftel bis zum Jahr 2030 schrumpft. Die Zahl der Jugendlichen, die dem Ausbildungsmarkt potenziell zur Verfügung stehen, wird also deutlich zurückgehen. Gleichzeitig verändern sich die Bildungsentscheidungen der Jugendlichen. So wird der Trend zu höheren Schulabschlüssen zunehmen. Die Studie stellt Trends und Szenarien für die berufliche Ausbildung für den Zeitraum von heute bis 2035 vor.

Übergang Schule in den Beruf: Aktuelle Studie zeigt Reformbedarf
Das Übergangssystem zwischen Schule und Berufsausbildung ist reformbedürftig. Zu diesem Schluss gelangt eine aktuelle Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und der Bertelsmann Stiftung.
Von den 500 Bildungsexperten sind 89 Prozent der Meinung, dass es beim Einsatz von finanziellen Mitteln und Personal im Übergangssystem an Effektivität mangelt. Mehr als drei Viertel der Fachleute kritisieren, dass die zahlreichen unterschiedlichen Maßnahmen und Bildungsgänge inzwischen kaum noch zu überblicken sind. Trotz aller notwendigen Reformen ist das Übergangssystem aber grundsätzlich unverzichtbar: 81 Prozent der Berufsbildungsfachleute sind der Meinung, dass auch in Zukunft Maßnahmen und Aktivitäten erforderlich sein werden, um Jugendliche beim Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung zu unterstützen.

Wegfall der Ausbilderprüfung: weniger Ausbildungsqualität?
Die zeitlich befristete Aussetzung der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) hat zu mehr Ausbildungsbetrieben und neuen Ausbildungsplätzen geführt. Der Zuwachs fällt jedoch geringer aus als erwartet. Zugleich gibt es Anzeichen dafür, dass die Neuregelung, die am 3. Mai 2003 beschlossen worden war, negative Auswirkungen auf die Qualität der Ausbildung hat.

Ansprechpartner/in

Stefan Bünting
stellv. Abteilungsleiter

Telefon: 0441 2220-472
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