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Große IHK-Schülerumfrage
IHK-Schülerumfrage 2011:
Schüler sagen, was Unternehmen für sie attraktiv macht. Umfrageergebnis unterstreicht die Bedeutung der Ausbildung für Jugendliche als Investition in die Zukunft
Mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich an der großen IHK-Schülerumfrage 2011 der Oldenburgischen IHK.
Was muss ein Ausbildungsbetrieb in Zukunft mitbringen, um bei den Jugendlichen zu punkten? Das Ziel der Umfrage war es, aus der Sicht der Jugendlichen zu ermitteln, welche Kriterien diese anlegen, wenn sie entscheiden, ob ein bestimmter Betrieb für eine Berufsausbildung in Frage kommt oder nicht. Denn wenn die Unternehmen wissen, was die Bewerber wollen, können sie sich darauf einstellen, um in Zukunft nicht leer auszugehen.
Die IHK-Schülerumfrage umfasste ein interessantes Spektrum an Fragen. Es reicht vom Unternehmensimage über die inhaltliche Gestaltung der Ausbildung bis hin zu den konkreten Arbeitsbedingungen und den Karriereaussichten. Auch Fragen zum Interesse an gewerblich-technischen Berufen wurden gestellt.
Am wichtigsten ist den Jugendlichen ganz eindeutig der Wunsch nach einem guten Betriebsklima, einem familiären Umgang und vor allem danach auch in der Ausbildungszeit schon als Person ernst genommen zu werden. Das beziehen sie nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Betrieb. Fast genau so wichtig ist es für die Schülerinnen und Schüler in der Ausbildung etwas lernen. Sie betrachten ihre Ausbildungszeit als Investition in ihre berufliche Zukunft, für die sie möglichst gut und umfassend qualifiziert sein wollen. Dieses Ergebnis deckt sich mit denen der Shell-Jugendstudie 2010. Eine vollständige und systematische Ausbildung ist ihnen wichtig, wobei der Person des betrieblichen Ausbilders eine Schlüsselrolle als Bezugsperson zukommt.
Vor der Ausbildung nutzen sie, wenn möglich ein betriebliches Praktikum, um ihren späteren Ausbildungsbetrieb kennenzulernen. Auch der Betrieb gibt in dieser Phase seinerseits eine Visitenkarte ab, die die Entscheidung der Jugendlichen ganz wesentlich beeinflusst. Selbstverständlich gilt bereits im Praktikum dasselbe wie später in der Ausbildung. Die Jugendlichen wollen ernst genommen werden. Kann ihnen der Betrieb dieses Gefühl im Praktikum nicht vermitteln, werden sie dies auch für eine spätere Ausbildung befürchten und sich wahrscheinlich für einen anderen Betrieb entscheiden.
Die materiellen Bedingungen und die Sozialleistungen sind in den Augen der Jugendlichen eindeutig weniger wichtig, als das Betriebsklima, der soziale Umgang und die Möglichkeit, in der Ausbildung etwas zu lernen.
Im Hinblick auf die bevorzugten Informationsquellen sind die Jugendlichen zurzeit noch überraschend konservativ. Praktika, Zeitungen, Internetauftritt von Unternehmen, die Berufsberatung sowie Eltern und Freunde sind die für sie wichtigen Quellen, über die sie sich Informationen über Berufe und Ausbildungsbetriebe beschaffen. Social Networks spielen dagegen praktisch zur Zeit keine Rolle.
Überraschend waren Umfrageergebnisse zum Technikinteresse. Mehr als 50% der Schülerinnen und Schüler wünschen sich die Einrichtung eines Faches Technik in der Schule. Groß war auch das Interesse an regelmäßigen Praxisaktivitäten mit Ausbildungsbetrieben in der Schule, auch wenn diese im Nachmittagsbereich liegen. Eine Herausforderung für Schulen und Ausbildungsunternehmen wird es sein, die Bedeutung eines technischen bzw. naturwissenschaftlichen Sachverhaltes in der Erlebniswelt der Schüler verankern zu können und naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten mit Anwendungsfragen zu verknüpfen. So die Neugier für die Naturwissenschaften bei Jugendlichen wecken und sie für die „MINT"-Fächer begeistern, ist eine Herausforderung für Schulen, Kammern und Unternehmen.
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