Seiteninhalt
IHK-Organisation hat neues Prüfungskonzept erprobt
Evaluationsbericht vom Pretest veröffentlicht
Mit dem Pretest haben die IHKs die vom Bundesbildungsministerium für Bildung und Forschung (BMBF) herausgegebene Umsetzungshilfe für die Abschlussprüfung der industriellen Elektroberufe erprobt. Ziel war es, den neuen prüfungsmethodischen Ansatz der Umsetzungshilfe in der Praxis zu testen.
Der Pretest wurde in den Berufen Elektroniker für Automatisierungstechnik, Systeminformatiker und Werkzeugmechaniker bereits im letzten Jahr durchgeführt. Im Kern zeigen die nun veröffentlichten Ergebnisse, dass das vom BMBF entwickelte Prüfungskonzept nicht aussagekräftiger, dafür aber mit erheblich größerem Prüfer- und Prüfungsaufwand verbunden ist. Der Test wurde außer neben dem Oldenburger Bezirk in Berlin, Duisburg, Nürnberg und Stuttgart durchgeführt. Die teilnehmenden Kammern haben die Erfahrung gemacht, dass sich der BMBF-Prüfungsansatz nicht reibungslos in die Praxis umsetzen lässt. Die Prüfungspraktiker lehnen die Einführung in den Metall- und Elektroberufen ab, weil das neue Prüfungsmodell durch eine gewisse Praxisferne gekennzeichnet ist.
Die Erprobung hat daneben eine weitere, wichtige Erkenntnis erbracht: Die Betriebe und Prüfungspraktiker sind mit der aktuellen PAL-Prüfung, welche seit fünf Jahren in den Metall- und Elektroberufen durchgeführt wird, ausgesprochen zufrieden und wollen an dieser festhalten. Das vom BMBF initiierte neue Modell ist dagegen – jedenfalls in der vorliegenden Form – keine Alternative. Damit haben die Industrie- und Handelskammern eine Bestätigung der Auszubildenden, Prüfer und Unternehmen erhalten, mit der Einführung der neuen handlungsorientierten IHK-Prüfung in dieser Branche den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.
Trotz dieser eindeutigen Bilanz werden die Prüfungen in den Metall- und Elektroberufen unter den Akteuren der beruflichen Bildung auch künftig für Diskussionen sorgen. Die Gewerkschaften und einzelne Vertreter von Wirtschaftsverbänden sind von den Vorteilen des BMBF-Prüfungskonzeptes nach wie vor überzeugt. Sie schlagen sogar explizit vor, mehr Ressourcen (Prüfer, Werkstätten und Finanzmittel) bereit zu stellen, ohne zu erklären, woher diese Kapazitäten kommen sollen.
Die IHK-Organisation ist mit den Ergebnissen aus dem Pretest gut gerüstet, die weitere Diskussion um die Qualität der Prüfungen zu führen. Insofern war die Erprobung des vom BMBF vorgeschlagenen Prüfungskonzepts hilfreich und wichtig.
Ein besonderer Dank gilt einigen Unternehmen und Berufsschulen im Oldenburger Land. Es wurden Werkstätten zur Verfügung gestellt sowie Auszubildende und Prüfer konnten am Test teilnehmen.
Ansprechpartner/in
stellv. Abteilungsleiter
Telefon: 0441 2220-472
Fax: 0441 2220-468
Zentrale: 0441 2220-0
E-Mail schreiben










